Börse Frankfurt
Dax baut Freitagsgewinn aus

Ermuntert von Exportdaten aus China und Deutschland haben Investoren am Montag auf eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft gesetzt. Der Dax schloss im Plus. Im MDax beflügelte die Champions League die Sky-Aktie.
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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt ist mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Neben positiven Konjunkturdaten aus China hätten die Einigung über das WTO-Handelsabkommen und die geglückte Abstimmung über den Reformhaushalt im griechischen Parlament die Kurse gestützt, sagten Händler. Der Dax schloss 0,2 Prozent höher bei 9195 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex nach seinem Rekordhoch bei 9424 Punkten zunächst einen Korrekturkurs eingeschlagen, am Freitag aber nach guten Arbeitsmarktdaten aus den USA wieder den Vorwärtsgang eingelegt.

Der MDax schloss 0,6 Prozent fester auf 16.053 Punkte, der Technologieindex TecDax gewann 0,9 Prozent auf 1141 Punkte. An der Wall Street ging es ebenfalls aufwärts. Der Nasdaq markierte zur Eröffnung des US-Handels mit 4081,78 Punkten sogar ein 13-Jahres-Hoch. Bei Xetra-Schluss lagen der Technologie-Index sowie der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 zwischen 0,1 und 0,3 Prozent im Plus.

Die chinesischen Exporte stiegen den Angaben der Zollbehörde zufolge im November um 12,7 Prozent und damit fast doppelt so stark wie von Analysten erwartet. Die deutschen Unternehmen führten im Oktober Waren im Wert von 99,1 Milliarden Euro aus - so viel wie noch nie, teilte das Statistische Bundesamt mit. „Der Start ins vierte Quartal ist geglückt“, sagte Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg Bank. Positiv seien zudem die höheren Einfuhren. „Die steigenden Importe dürften den Krisenländern helfen, ihre exportgetriebene Erholung fortzusetzen. Deutschland ist die Konjunkturlok der Euro-Zone.“

Am Rentenmarkt sorgte ein geplanter Rückkauf italienischen Anleihen für Auftrieb. Die Kurse der richtungweisenden zehnjährigen Titel stiegen um 0,4 Prozent auf 103,30 Punkte. Im Gegenzug verringerte sich die Rendite auf 4,129 Prozent von 4,199 Prozent am Freitag.

Italien will am Dienstag unterschiedliche Papiere, deren Laufzeiten zwischen 2014 und 2017 auslaufen, vorzeitig zurückkaufen. Damit müssen in den kommenden Jahren weniger Schulden zurückgezahlt werden. Vor drei Wochen hatte Italien Anleihen, die 2015 und 2017 ausliefen, erfolgreich in neue, bis 2018 laufende Papiere umgeschuldet.

Der Rückkauf sei eine gute Gelegenheit, Papiere zurückzugeben und das Geld in neue fünfjährige Titel zu investieren, die eine höhere Rendite böten, sagte ING-Stratege Alessandro Giansanti. Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, notierte am Montag fast unverändert bei 140,07 Punkten. Der Euro bewegte sich ebenfalls kaum und kostete 1,3716 Dollar.

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  • Bitte... Feuer frei

  • Mein Eindruck ist, dass es ein paar (registrierte) Nutzer hier gibt, die angehimmelt werden möchten und sobald es mal jemand nicht tut, dann wird das "Ausblenden" (alexfiftyfour) oder "Filtern" verlangt.

    Man könnte ja die Hypothese aufwerfen, dass es die branchenübliche mangelnde soziale Kompetenz/Intelligenz ist, die fehlt, um sich einfach konstruktiv im Dialog auseinanderzusetzen.

    Welches Recht hat man denn dann als unregistreirter Leser/Kommentator den "Unrat" (Zitat deltaone) auszublenden, den registrierte Nutzer so von sich geben. Ich habe keinerlei Korrelation zwischen "registriert sein" und "wertschätzendem Umgang" oder gar "Mehrwissen" feststellen können. Zumindest nur vereinzelt (z.B. Zitat des registrierten Nutzers X_Trader: F... Dich, Du Lohnsklave).

    Wenn einer austeilt und auf dicke Hose macht, dann muss er wie im wahren Leben leider auch damit umgehen können, dass es mal Gegenwind gibt. Gleiches gilt, wenn einer unbedingt exhibitionistisch über die Einzelheiten seiner "Strategie" berichtet und diese halt nun mal zumindest in den letzten Monaten nicht aufgegangen ist.

    Und um es klar zu machen - ich bin auch dafür jegliche Form von Beleidigung strikt zu unterbinden. Gleichzeitig bin ich für den freien Meinungsaustausch, denn DDR 2.0 oder die Zeit von vor 1945 wünsche ich keinem.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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