Börse Frankfurt
Dax beendet Achterbahn-Handel im Plus

Der Dax erlebte heute eine Berg- und Talfahrt. Miese Linde- und Lufthansa-Zahlen, schwache Bank-Aktien und die Fed-Geldpolitik hatten den Leitindex im Griff. Starke US-Börsen sorgten für einen versöhnlichen Schluss.
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FrankfurtDer Dax wurde heute von Zahlen überflutet. Zahlreiche Konzerne haben ihre Bilanzen veröffentlicht. Viele Unternehmen konnten mit positive Quartalsberichten überzeugen. Nur die Lufthansa und Linde vermiesten mit schwachen Bilanzen die Stimmung an den Märkten. Der Dax musste sich deswegen recht schnell von seinen Anfangsgewinnen verabschieden. Im Mittagshandel rauschte er noch deutlicher ins Minus. Am Nachmittag kämpfte sich der Dax dann wieder zurück. Positive US-Börsen trieben ihn an und ließen den Leitindex mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 9115 Punkten schließen.

Neben schwach notierenden Linde- und Lufthansa-Aktien bereitete den Börsianern heute wieder einmal eine Notenbank Sorgen. Diesmal war es die Federal Reserve. Die US-Notenbank veröffentlichte gestern ihre Sitzungsergebnisse. Zwar bekräftigten die Zentralbanker, ihre sehr lockere Geldpolitik noch „geraume Zeit“ beizubehalten. Gleichzeitig äußerte sich die Fed jedoch zuversichtlicher zur Entwicklung am US-Arbeitsmarkt. Ein nachhaltiger Job-Aufbau gilt als entscheidende Voraussetzung für eine baldige Anhebung der Zinsen. Dieser wiederum ist von der US-Konjunkturentwicklung abhängig. Und die weiß zu überzeugen.

Im dritten Quartals legte das Bruttoinlandsprodukt um rund 3,5 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit drei Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal waren es 4,6 Prozent, begünstigt von Nachholeffekten nach dem strengen Winter. „Die Zahlen bestätigen die hohe Dynamik der US-Konjunktur“, sagte Ökonom Johannes Jander von der Helaba. Die weltgrößte Volkswirtschaft bleibt damit eine der globalen Wachstumslokomotiven.

Beim weltgrößten Industriegase-Konzern sieht es derzeit düster aus. Linde präsentierte miserable Quartalszahlen und sieht sich nicht mehr in der Lage seine Mittelfristziele zu erreichen. Die Anleger reagierten schockiert. Im Dax rauschten die Papiere zeitweise über sieben Prozent ins Minus. Am Ende schlossen Linde-Aktien 2,8 Prozent tiefer.

In den vergangenen drei Monaten musste Linde Abschreibungen in Höhe von knapp 230 Millionen Euro hinnehmen. Auf Basis aktueller Wechselkurse rechnet das Unternehmen deswegen 2017 nur noch mit einem operativen Konzernergebnis von 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro und einer Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von elf bis zwölf Prozent. Bislang wollte Linde bereits im Jahr 2016 ein operatives Konzernergebnis von mindestens fünf Milliarden Euro und eine Rendite von etwa 13 Prozent schaffen.

Ebenfalls schwach präsentierten sich die Aktien der Lufthansa. Mit einem Minus von 6,6 Prozent beendeten sie den Handelstag auf dem letzten Platz im Dax. Allerdings waren die Zahlen alles andere als enttäuschend. Trotz der teuren Streiks der vergangenen Wochen konnte die Airline ein deutliches Plus beim Gewinn verbuchen. Doch wegen schlechter Wirtschaftsaussichten und der harten Konkurrenz kippt die Airline die Gewinnprognose für das nächste Jahr.

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Europäische Bank-Titel auf dem Rückzug

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  • Und wenn es nicht weiter fällt, dann geht es halt wieder in die andere Richtung hoch. +116,5 Punkte vom TL (8898,0 auf das Rally-High 9014,5 um 13:45 eben), und momentan insg. eine 250 Punkte Tagesrange mit genug Opportunitäten um von beiden Seiten fleißig Punkte mit dem FDAX zu sammeln.

    Begründung für den Anstieg: Short-Squeeze. Börse ist doch so einfach.


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Somit berauben wir uns Gesamtgesellschaftlich an den Chancen am Erfolg der Wirtschaft teilzuhaben; speziell auch am Aktienmarkt."

    Genau so ist das auch haben die Gewerkschaften jahrelang daran gearbeitet.

  • @Dr. Peter Lustig: Man kann es aber auch so machen, das man die extrem günstigen Zinsen für eine Hypothek in der Größenordnung nutzt, die dann im Lauf der Jahre stetig nur von den Dividenden des Aktiendepots beglichen werden kann.

    Ich fühle mich dabei sehr wohl und mir ist der Kurs vollkommen egal; es kommt auf den Cash-Flow an. Nicht egal ist mir natürlich, warum der Kurs ggf. sinkt. Wenn die Dividende einer Aktie gekürzt wird, wird konsequent sofort verkauft - egal wie der Kurs gerade zufällig steht.

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