Börse Frankfurt
Dax beendet Tag im Plus - aber die Woche im Minus

Nach einer Berg- und Talfahrt schaffte der Dax ein leichtes Plus. Allerdings hat der Leitindex auf Wochensicht mehr als zwei Prozent verloren. Beim Ölpreis gab es größere Kurssprünge – Iran liefert deutlich weniger Öl.
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DüsseldorfEin großer Erholungsversuch sieht anders aus. Die Marke von 7.000 Punkten konnte der Dax nicht bis zum Handelsschluss halten und schloss nach einer Berg- und Talfahrt 0,2 Prozent höher bei 6.995 Punkten. Insbesondere Kursverluste der Dax-Schwergewichte belasteten den Leitindex. Auf Wochensicht steht beim Dax ein Minus von mehr als zwei Prozent zu Buche.

Der Ölpreis (Brent) sprang am späten Nachmittag nach oben. Dem starken Preisanstieg vorausgegangen war die Nachricht, dass die iranischen Ölexporte nach Informationen aus Branchenkreisen im März um 300.000 Barrel pro Tag - oder 14 Prozent - zurückgegangen sind. Damit zeigten die Sanktionen des Westens Wirkung.

Dass der Dax kurz vor Handelsschluss noch ins Plus drehte begründeten einige Händler mit einem positiven Verlauf an der Wall Street. „Der Dow Jones-Index hat die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten gehalten und einige Anleger sehen dies offenbar als gutes Omen", sagte ein Börsianer. "Viele Anleger haben zudem die bisherige Aktienmarkt-Rally verpasst und suchen nach einer Gelegenheit, um auf den Zug aufzuspringen."

Insgesamt war der Handel heute relativ dünn. Das Umsatzvolumen lag im Dax am Mittag mit einer Milliarde Euro rund ein Drittel unter dem Niveau vom Donnerstag zur gleichen Zeit.

Im Handelsverlauf sorgten vor allem die Kursverluste bei den Dax-Schwergewichten für ein rotes Vorzeichen beim Dax. Siemens, Allianz und BASF vereinen nämlich mehr als ein Viertel der gesamten Dax-Gewichtung auf sich. Die Titel konnten die hohen Verluste bis zum Handelsschluss eindämmen. Siemens-Aktien kosteten zu Handelsschluss 0,7 Prozent, Allianz 0,3 und BASF 0,1 Prozent weniger.

Die Allianz-Titel belasteten vorsichtige Töne von Konzernchef Michael Diekmann, der auch für 2012 mit Gegenwind rechnet. Europas größter Versicherungskonzern peilt in diesem Jahr einen operativen Gewinn zwischen 7,7 und 8,7 Milliarden Euro an.

Heute standen die Werte des Sportartikelherstellers Adidas im Fokus. Der Konkurrent aus den USA, Nike, hat überraschend gute Zahlen vorgelegt. Ein positives Signal für die Sportartikelbranche, das die Papiere von Adidas allerdings nur kurz anschob. Sie gewannen bis zu 1,1 Prozent, drehten im Handelsverlauf aber ins Minus und schlossen 0,14 Prozent schwächer. Nike zeigte sich vor allem angesichts der bevorstehenden sportlichen Großereignisse wie die Olympischen Spiele und die Fußball-Europameisterschaft zuversichtlich.

Unternehmensbilanzen gab es vom Halbleiterspezialisten Jenoptik, dem Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen Drillisch.

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  • Ach ja, ich vergaß: Katsching!!!!!!!!!!

  • Tiefrot bei einem Wochenminus von 2%? Naja, wenn´s sein muß...

  • Keine Sorge, es ist definitiv wahr...

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