Börse Frankfurt
Dax deutlich im Minus – Sorgen um Griechenland

Der deutsche Aktienmarkt geht mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Die Anleger haben Angst, dass es um die Finanzkraft Griechenlands schlechter steht als bislang angenommen. Schlechte Nachrichten kommen auch aus Dubai. Ein gefährliches Gemisch, das Anleger zu Verkäufen nötigt.
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HB FRANKFURT. Die Angst vor einer neuerlichen Zuspitzung der Probleme in Dubai sowie Sorgen um die griechischen Staatsfinanzen sorgen für Verkäufe auf dem deutschen Aktienmarkt. Bis zum Handelsschluss verliert der Dax 1,7 Prozent und schließt den Handel mit 5 688 Punkten. Das Handelsvolumen im Leitindex stieg auf 113,8 (Montag: 77,6) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,9 (2,2) Milliarden Euro. Der MDax mittelgroßer Werte fiel um 1,97 Prozent auf 7 289 Zähler. Der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax verlor 0,23 Prozent auf 812 Zähler.

Ein Medienbericht, wonach die Immobilientochter des angeschlagenen Staatskonzerns Dubai World, Nakheel, im ersten Halbjahr einen Verlust von umgerechnet 3,65 Milliarden Dollar aufgehäuft hat, erinnerte die Anleger an die weiter ungelöste Lage in Dubai. Dubai World verhandelt derzeit mit seinen Gläubigerbanken über eine Umschuldung. Vor knapp zwei Wochen hatten bereits Sorgen über die Zahlungsfähigkeit des einstigen Boom-Emirats die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt.

Fast zeitgleich stufte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit von Griechenland herunter auf "BBB+" von "A-". In Athen ging die Börse auf Talfahrt, der griechische ATG-Index rutschte sechs Prozent ab. Verkauft wurden vor allem Finanzwerte, der Athener Branchenindex brach um fast neun Prozent ein.

Die Nachrichten aus Griechenland und Dubai schickten auch europaweit die Bankenwerte auf Talfahrt, der Stoxx-Branchenindex büßte 2,2 Prozent ein. In London brachen die Aktien der Royal Bank of Scotland - die Bank zählt wie HSBC zu den Gläubigern von Dubai World - zeitweise um fast zehn Prozent ein und schlossen 7,7 Prozent tiefer. HSBC verloren 2,5 Prozent, Barclays 3,2 Prozent. In Frankfurt gaben Deutsche Bank und Commerzbank bis zu zwei Prozent nach.

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