Börse Frankfurt
Dax erholt sich wieder

Der Dax lässt die Marke von 12 000 Punkten wieder hinter sich, nachdem er in der Vorwoche wegen des Korea-Konflikts um mehr als zwei Prozent gefallen war. Doch sind die Gewinne nachhaltig oder nur ein Strohfeuer?
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Frankfurt/DüsseldorfAnleger haben die Sorge vor einer Zuspitzung der Nordkorea-Krise vorerst abgeschüttelt und sich wieder mit Aktien eingedeckt. Der Dax beendete den Handel bei 12.165 Punkten, ein Plus von 1,3 Prozent. Nach der mehr als turbulenten vergangenen Woche ist das ein gutes Zeichen – der Dax hatte insgesamt 2,3 Prozent verloren und war zwischenzeitlich unter die Marke von 12.000 Punkten gefallen. Die anderen Indizes Euro Stoxx 50, MDax und TecDax gewannen ebenfalls zwischen 1,2 und 1,7 Prozent.

„Noch ist es zu früh, völlige Entwarnung zu geben. Doch mehr und mehr entsteht der Eindruck, dass auch in diesem Fall der US-Präsident viel redet und wenig handelt – und damit die Krise abebbt, wenn nicht Nordkorea die Eskalation fortsetzt“, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. „Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea belasten die Börsen zwar weiterhin“, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Eskalation der Situation wird von den Investoren aber als sehr gering eingeschätzt.“

Vergangene Woche war der Dax wegen der Sorge vor einem bewaffneten Konflikt stark unter Druck geraten und erstmals seit vier Monaten unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten gerutscht. Der Konflikt vernichtete an den Aktienmärkten innerhalb weniger Tage rund eine Billion Dollar an Börsenwert. Dabei überwiegt die Hoffnung, dass es beim verbalen Schlagabtausch bleibt. „Hunde, die bellen, beißen nicht“, überschreibt die BayernLB ihren Wochenausblick.

Experten warnten aber auch davor, dass der Konflikt in den kommenden Wochen beherrschendes Thema an der Börse bleibt. „Man sollte nicht vergessen, dass die Aussagen des nordkoreanischen Machthabers hinsichtlich des Tests weiterer Raketen immer noch im Raum stehen“, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. „Dementsprechend werden die Investoren die Entwicklungen in der Region weiterhin mit großer Sorge verfolgen müssen, was immer wieder die Flucht in sichere Anlagen auslösen kann.“ Die „Anti-Krisenwährung“ Gold stand aber am Montag wieder auf den Verkaufslisten: Eine Feinunze verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1284 US-Dollar.

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