Börse Frankfurt
Dax fällt auf 12.000 Punkte

Ein Konflikt in Nordkorea, die Wahlen in Frankreich, Neuwahlen in Großbritannien und das Verfassungsreferendum in der Türkei: Die Börsen stehen enorm unter Druck. Das britische Pfund erzielt hingegen starke Gewinne.
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FrankfurtBefürchtungen über eine mögliche Eskalation der Lage in Syrien und Nordkorea haben dem deutschen Aktienmarkt im nachösterlichen Handel Verluste eingebrockt. Gebremst wurde die Kauflaune der Anleger zudem vom Verfassungsreferendum in der Türkei und dem ungewissen Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl am kommenden Wochenende. Kaum bewegte hingegen die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, für den 8. Juni wegen des Brexits Neuwahlen anzusetzen.

Der Dax hat am Dienstag nach Ostern weiter nachgegeben. Mit der letzten Handelsminute rutschte der deutsche Leitindex auf fast genau 12 000 Punkte ab. Er schloss beim Stand von 12 000,44 Punkten - ein Minus von 0,90 Prozent. Noch vor zwei Wochen war der deutsche Leitindex bis auf 15 Punkte an sein Rekordhoch bei 12 390 Zählern aus dem April 2015 herangerückt.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, fiel zuletzt auf 24.038,21 Zähler. Zwischenzeitlich war er bei 24 354,07 Zähler auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Der Technologie-Index TecDax büßte auch ein. Er schloss bei 2.001,34 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,9 Prozent abwärts. Zum Börsenschluss verharrte er bei 3.418,86 Punkten.

Aus Branchensicht waren Stahlwerte mit am wenigsten gefragt. Sie litten unter fallenden Preisen für Eisenerz. Hinzu kam eine von Vorsicht geprägte Studie von Barclays, in der Analyst Vladimir Sergievskiy kurzfristig von deutlich nachgebenden Stahlpreisen in Europa ausgeht. So gehörten die Papiere von Thyssenkrupp und Salzgitter mit Verlusten von zwischenzeitlich rund 2,3 Prozent zu den schwächsten Aktien in Dax und MDax.

Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank sackten einen beziehungsweise zwei Prozent ab und setzten ihre Kursschwäche der vergangenen Wochen fort. Vom US-Bankensektor kamen uneinheitliche Signale: Die US-Investmentbank Goldman Sachs profitierte im ersten Quartal weniger stark als erwartet vom Handel an den Finanzmärkten. Dagegen übertraf die Bank of America mit ihrem Quartalsgewinn die durchschnittliche Analystenschätzung.

Die Volkswagen-Vorzugsaktien waren mit einem Kursplus von knapp 1 Prozent Spitzenreiter im Dax. Trotz rückläufiger Verkäufe in den ersten drei Monaten rechnet VW auf seinem wichtigsten Absatzmarkt China mit einem guten Jahr.

Die Anteilsscheine von Uniper stachen mit einem Gewinn von zwischenzeitlich 1,6 Prozent an der MDax-Spitze heraus. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung.

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