Börse Frankfurt
Dax fängt sich zum Wochenschluss

In einem ruhigen Handel sorgten leichte Gewinne für eine Stabilisierung beim Dax. Auch eine schwächelnde Wall Street konnte den Leitindex nicht ins Minus drücken. So nimmt der Dax die 9800er Marke mit ins Wochenende.
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FrankfurtNach einer verlustreichen Woche hat sich der Dax am Freitag stabilisieren können. In einem impulslosen Handel fuhr der Leitindex leichte Gewinne ein. Auch eine schwächelnde Wall Street konnte ihn nicht langfristig ins Minus drücken. So ging der Deutsche Aktienindex am Ende mit 9815 Punkten und einem kleinen Plus von 0,1 Prozent aus dem Handel. Auf Wochensicht gab der Dax knapp zwei Prozent ab.

Demnach hielten sich die Anleger zurück und verzichteten - mit Blick auf die Krisenherde in der Ukraine und dem Irak - auf ein Engagement über das Wochenende. Analyst Werner Bader von der LBBW begründete den erwartet ruhigen Börsenverlauf mit dem Mangel relevanter Unternehmensdaten am vorletzten Handelstag des Quartals.

Angesichts der niedrigen Umsätze und einer geringen Volatilität sehnten die Anleger sich nach marktbewegenden Impulsen, wie Richard Hunter von Hargreaves Lansdown Plc in London sagte. Doch Konjunkturdaten fielen bei der heutigen Bewertung der Aktien nur rudimentär ins Gewicht.

So kam am Vormittag die Nachricht, dass sich das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone im Juni überraschend eingetrübt hat. Das Barometer fiel um 0,6 auf 102,0 Punkte, wie die EU-Kommission mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg auf 103,0 Zähler gerechnet. Der Markt gab nach Bekanntgabe der Zahlen nur zeitweise nach.

Die Stimmung verschlechterte sich vor allem in der Industrie und der Baubranche und in geringerem Ausmaß auch bei den Verbrauchern. Bei den Dienstleistern und Einzelhändlern stieg sie hingegen leicht. In Deutschland, Frankreich und Italien sank die Stimmung, in den Niederlanden, Spanien und in Griechenland verbesserte sie sich hingegen.

Auch eine leicht gestiegene Inflationsrate in Deutschland sorgte kaum für Bewegung auf den Märkten. Wie das statistische Bundesamt bekannt gab, kletterte die Teuerungsrate nach 0,9 Prozent im Mai auf 1,0 Prozent im Juni. Stabile Lebensmittelpreise und billigere Energie sorgen weiterhin dafür, dass das Preisniveau nur langsam ansteigt.

In der zweiten Reihe gab es mehr Bewegung. Der Nebenwerte-Index MDax rückte 0,7 Prozent vor auf 16.823 Zähler. Die Tech-Werte mit TecDax schrieben mit 1306 Punkten ein leicht rote Null. Am Nachmittag gab der Eurozone-Leitindex Euro-Stoxx-50 seine Gewinne ab und verzeichnete zum Handelsschluss mit 3227 Stellen einen Verlust von 0,2 Prozent.

An der Wall Street gab der Dow-Jones-Index aufgrund der widersprüchlichen Konjunkturdaten dieser Woche leicht nach und notierte am Abend mitteleuropäischer Zeit mit 16.816 Punkten 0,2 Prozent schwächer. Zusätzlich zauberten die gestrigen Aussagen eines hochrangigen Fed-Zentralbankers das Gespenst einer frühzeitigen Zinserhöhung zurück aufs Parkett.

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