Börse Frankfurt
Dax im „Stand-By“-Modus

Mit Blick auf die morgige EZB-Sitzung herrschte heute große Zurückhaltung am Aktienmarkt. Der Dax ging nahezu unverändert aus dem Handel. Auch der Euro trat nur auf der Stelle. Größte Gewinner waren die Finanzwerte.
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FrankfurtDie Anleger an den europäischen Aktienmärkten haben zur Wochenmitte in den 'Stand-By"-Modus geschaltet. "Niemand ist besonders daran interessiert, seine Positionen aufzubauen, ausgerechnet einen Tag vor einer EZB-Sitzung, bei der neue Zinsschritte nicht ausgeschlossen sind", erklärte Markus Huber, Analyst bei Peregrine & Black. Zudem rücke mit einer Reihe von Konjunkturdaten auch die Lage der US-Wirtschaft in den Vordergrund. Der Dax ging nach einem über weite Strecken richtungslosen Handel mit einem kleinen Verlust von 0,13 Prozent auf 9116 Punkte aus dem Handel.

Die Mehrheit der Geldmarkthändler geht laut einer Reuters-Umfrage davon aus, dass die Währungshüter den Leitzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent belassen werden. Doch es gibt auch Stimmen, die eine neuerliche Zinssenkung oder andere Liquiditätsmaßnahmen für möglich halten. "Selbst wenn die EZB nicht an der Zinsschraube dreht, werden die Anleger sehr genau hinhören, wenn Draghi spricht", erklärte ein Händler. EZB-Chef Mario Draghi wird die Zinsentscheidung am Donnerstag vor der Presse erläutern.


Im Fokus steht zudem die Lage am US-Arbeitsmarkt. Die US-Notenbank Fed hat das Ausmaß ihrer weiteren Drosselung der Dollar-Flut von einer Verbesserung des Stellenmarktes abhängig gemacht. Die amtlichen Daten werden am Freitag veröffentlicht. Laut dem privaten Vermittler ADP waren im Januar 175.000 neue Stellen geschaffen worden. Analysten hatten im Schnitt mit 180.000 Jobs gerechnet.

Über allem schwebt zurzeit aber weiter die Angst vor einer Eskalation der Probleme in den Schwellenländern - zumal viele Schwellenland-Währungen wie die türkische Lira oder der südafrikanische Rand ihre Talfahrt am Mittwoch wieder aufnahmen.

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  • Das Volumen der Kleinanleger reicht nicht mal für eine Füllung des hohlen Zahns der Institutionellen.

  • Was ein Blinder sieht: Betrügerisches Gezocke findet statt, mit dem Ziel des Abgreifens der Stopps in beide Richtungen, Anleger schön im Unklaren lassen.
    Da, wie jedes viertel Jahr ein neues Krisenszenario kreiert wurde, könnte es evtl. auch hochgehen heute. Wir haben ja gesehen, als sie 10000 brüllten, taten sie das, um selbst günstig auf Kosten der Kleinanleger aussteigen zu können.

  • Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, dass der Dax sich gleich im Schlepptau des Dow auf 9150 und vielleicht sogar 9175 erholen wird.

    Wieder schön die engen Calls bei 9080 abgekocht. Tststs...

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