Börse Frankfurt
Dax-Jagd auf die 10.000 auf nächste Woche verschoben

Noch am Vormittag fehlten dem Dax nach einem neuem Rekordhoch keine 30 Punkte mehr bis zur 10.000er Marke. Danach aber verlor der Markt die gesamte Dynamik, der Dax verabschiedet sich fast unverändert ins Wochenende.
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FrankfurtDie Dax-Anleger haben sich am Freitag - so hat es zumindest den Anschein - frühzeitig ins Wochenende verabschiedet. In Schlagdistanz zu der psychologisch wichtigen sowie prestigeträchtigen 10.000-Punkte-Marke gestartet, hat sich der Abstand zum Meilenstein über den gesamten Handel gesehen nicht verändert. So schloss der Dax mit 9943 Punkten knapp 0,1 Prozent fester.

Am Vormittag hatte die Frankfurter Benchmark einen ersten ernstgemeinten Angriff Richtung Fünfstelligkeit unternommen und mit 9970 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht, musste sich letztlich aber geschlagen geben. Damit ist der Dax zum vierten Mal in fünf Handelstagen auf ein Allzeithoch geklettert. Auf Monatssicht kommt das Deutsche Marktbarometer auf einen Aufschlag von 3,5 Prozent.

Zwar waren die Vorgaben durchaus gut, doch eine maue Nachrichtenlage und die Tatsache, dass viele Händler den Freitag nach dem Feiertag als Chance für einen Kurzurlaub wahrnahmen, sorgte für einen lange Zeit fahrigen Handel. Auch eine Wall Street, die aufgrund schwacher Konjunkturdaten mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen hatte sorgte kaum für Bewegung in Frankfurt.

In der zweiten Reihe ließ der Schwung ebenfalls merklich nach. Der MDax notierte 0,1 Prozent fester bei 16.936 Punkten, der TecDax notierte unverändert auf 1288 Zählern. Auch der Euro-Stoxx-50 ging mit 3248 Stellen ohne Veränderung aus dem Handel.

In der nächsten Woche wird sich die Rally aber höchstwahrscheinlich fortsetzen. Dass der EZB-Rat auf seiner Sitzung am Donnerstag eine weitere geldpolitische Lockerung beschließen wird, gilt auf dem Parkett als ausgemachte Sache. „Der Markt wird sich bis zur Ratssitzung der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche auf diesem Niveau halten“, sagte HVB-Aktienstratege Christian Stocker.

Sollte Mario Draghi bei der Ratssitzung am kommenden Donnerstag allerdings nicht wie von Börsianern erwartet liefern, drohen dem Aktienmarkt Experten zufolge Rückschläge.

Aus den USA kamen am Nachmittag durchwachsene Konjunkturdaten, die den Märkten keine eindeutigen Impulse geben konnten. Während die Konsumausgaben, die rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, im April überraschend leicht gesunken sind, ist der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago von 63 im April auf 65,5 im Mai gestiegen, verglichen mit einer Erwartung von 61. Der Index der Universität Michigan zum Verbrauchervertrauen fiel von 84,1 im April auf 81,9 im Mai und war damit niedriger als erwartet.

Am Morgen kam die Nachricht, dass die deutschen Einzelhändler im April erstmals in diesem Jahr weniger eingenommen haben. Ihr Umsatz schrumpfte um 1,0 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt lag das reale Minus bei 0,9 Prozent. Ökonomen hatten hier mit einem Wachstum von 0,4 Prozent gerechnet.

Im Vergleich zum April 2013 fällt das Ergebnis allerdings deutlich besser aus, auch wenn der Monat diesmal sogar einen Verkaufstag weniger zählte. Der Umsatz kletterte real mit 3,4 Prozent so kräftig wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Grund dafür: Das umsatzstarke Osterfest fiel diesmal komplett auf den April, 2013 auf den März. Die Konsumlaune der Deutschen ist wegen der Rekordbeschäftigung und der Aussicht auf steigende Löhne derzeit sehr gut. 

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