Börse Frankfurt
Dax kann seine Talfahrt nicht stoppen

Der Dax erleidet auch am Mittwoch deutliche Verluste. Bei den Anleger in Frankfurt wächst die Nervosität. Sie blicken mit Sorge auf einen möglichen Militärschlag gegen Syrien. In den USA geht es derweil besonnener zu.
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FrankfurtDer bevorstehende Militärschlag der USA und seiner Verbündeten gegen Syrien belastet die Börsen weltweit. Der Dax rutschte zeitweise über 1,7 Prozent ins Minus auf ein Tagestief von 8094 Punkten. Später konnte sich der Leitindex ein wenig erholen. Ruhig gebliebene US-Anleger, die sich der Panik in Europa entgegenstellten, konnten den Dax leicht anheben. Für einen positiven Abschluss reichte es dennoch nicht. Am Ende des Handelstages musste der Leitindex ein Minus von ein Prozent auf 8158 Punkte hinnehmen – der tiefste Stand seit Mitte Juli.

In der zweiten Reihe bekamen die Indizes ebenfalls leichten Aufwind aus den USA. Nach Abschlägen in der Nähe der zwei-Prozent-Marke notierte der MDax am Ende 1,3 Prozent im Minus auf 14.325 Punkte. Der TecDax schloss "nur noch" 1,1 Prozent tiefer auf 1010 Zähler.

In den USA sorgte die Zuspitzung im Syrien-Konflikt gestern für großen Verkaufsdruck. Besonders der stark steigende Ölpreis lässt Befürchtungen hinsichtlich einer Abschwächung der Weltwirtschaft aufkommen. Heute konnten die Anleger in Amerika allerdings diese Sorgen abschütteln. Mit klarem Kopf blieben sie in Aktien investiert. Der Dow Jones konnte so 0,3 Prozent zulegen auf 14.816 Punkte.

Der mögliche Militärschlag gegen Syrien bleibe das zentrale Thema, sagte Roger Peeters, Analyst bei Close Brothers Seydler. "Unklar ist vor allem, wie Russland und die islamische Welt auf einen solchen Angriff reagieren würden, und das macht nervös", fügte ein Börsianer hinzu.

Zum Abend meldete die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), dass sie wegen des Chemiewaffeneinsatzes nahe Damaskus ein "entschiedenes Handeln" gegen die syrische Regierung fordert. In der Organisation sind 57 muslimische Staaten zusammengeschlossen. Die klare Stellungnahme des OIC lässt die Wahrscheinlichkeit eines Eingreifens der USA und seiner Verbündeten deutlich ansteigen, da mit ihr eine substanziellere Legitimationsgrundlage in muslimischen Kreisen für eine Militäraktion geschaffen wird.

Der potenzielle Konflikt in Syrien und ein Zurückfahren der Konjunkturhilfen der globalen Notenbanken könnten die Finanzmärkte ins Chaos stürzen, sagte Star-Investor Jim Rogers im Interview mit Reuters Insider. "Wer weiß, was für unbeabsichtigte Folgen uns drohen." Wann immer es in der Geschichte einen Krieg gegeben habe, seien die Preise für Lebensmittel, Energie und Kupfer gestiegen. Und er verwies auf weiteres Ungemach: "Wenn man jetzt noch weiter in Richtung Osten schaut, dann sehen wir eine Art 'Minikrise' in Asien. Das Zurückfahren der Fed-Stimuli beeinträchtigt vor allem das Vertrauen in den indischen und indonesischen Markt."

In den vergangenen Jahren haben Anleger mit Vorliebe das billige Geld der Notenbanken in Schwellenländer-Währungen angelegt. Die durch die nahende Straffung der US-Geldpolitik ausgelöste Kapitalflucht wird durch den drohenden Militärschlag des Westens gegen Syrien zusätzlich geschürt. "Der Dollar übernimmt unter den als sicher geltenden Währungen zunehmend die Führung und wird voraussichtlich stark zulegen", sagte Ian Stannard, der für Morgan Stanley die europäische Währungsstrategie verantwortet.

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Warum unnötig overnightrisk mit hohem Hebel nehmen? Da kann man gleich würfeln. Fällt für mich in die Kategorie "Recht haben wollen", dauerhaft Geld macht man m.E. damit nicht. Aber wenn´s Spaß macht: Viel Glück...

  • @ Spieler

    Congratulations! ...sie haben das System verstanden!

    An was haben sie erkannt, dass exakt bei 8096 der Dax dreht 6 auch länger auf UP geht?

    Am Trendkanal?
    Dow Jones vobörslich bereits im Plus?
    Bauchgefühl?


    heute Abend für morgen Früh noch short einstellen?

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