Börse Frankfurt
Dax klettert zum Handelsschluss ins Plus

Hinter dem Dax liegt ein nervöser Handelstag. Lange kämpfte der deutsche Leitindex um das Vortagesniveau. In die Gewinnzone verhalfen ihm vor allem Fresenius Medical Care und die Deutsche Börse.

Frankfurt am MainDer schwache chinesische Aktienmarkt und die schwankenden Ölpreise haben den Dax am Mittwoch fest im Griff gehabt. Die weitgehend wie erwartet ausgefallenen Daten der GfK zur Verbraucherstimmung in Deutschland lieferten hingegen kaum Impulse.

Zum Handelsschluss liegt der deutsche Leitindex 0,6 Prozent im Plus auf 9881 Punkten. Das Börsenbarometer schwankt zurzeit heftig, nachdem der Jahresstart verpatzt worden war. Hintergrund ist die Ölpreisentwicklung. Der Handel mit dem Rohstoff wird als Indikator für die Weltwirtschaftslage gesehen.

Zunächst sank der Ölpreis am Mittwoch. Doch nach einer Meldung der Energy Information Administration, dass sich die Öllager in der Woche bis zum 22. Januar weniger stark gefüllt hatten, wie erwartet, stieg der Ölpreis – und mit ihm schließlich der Dax. Zuletzt hat ein Barrel (159 Liter) Brent 32,70 Dollar gekostet – und war damit 2,8 Prozent teurer als am Vortag. Ähnlich steil nach oben ging es für die nordamerikanische Sorte WTI. Sie kostete 32,17 Dollar (+2,3 Prozent).

Am Dax hat zudem ein Gewinneinbruch bei BASF, der auch mit dem Ölpreis im Zusammenhang steht, die Anleger verschreckt. Die Papiere des Chemiekonzerns fielen um bis zu 4,9 Prozent auf 59,01 Euro. Damit waren sie zeitweise zweitgrößter Verlierer im Dax. Zuletzt hat sich die Aktie allerdings erholt, verzeichnet dennoch 1,8 Prozent Verlust.

Bei BASF brach der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2015 infolge von Wertberichtigungen im Öl- und Gasgeschäft um 18 Prozent ein. „BASF ist ein Opfer der stark gefallenen Öl- und Gaspreise“, sagte NordLB-Analyst Thorsten Strauß. Vor allem das unbereinigte Ebit sei wegen notwendig gewordener Wertberichtigungen stärker als erwartet gesunken. Das Kursziel senkte die NordLB auf 64 von 78 Euro. Das Anlageurteil bleibe aber bei "Halten." BASF habe eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite, zudem hätten die Titel in den Vorwochen bereits deutlich verloren.

Seit Jahresbeginn sind die Papiere um mehr als zwölf Prozent gefallen. Der Gewinneinbruch komme nicht überraschend, sagten Börsianer. „Es war vollkommen logisch, dass BASF wegen des gefallenen Ölpreises Abschreibungen vornehmen muss“, sagte Marktanalyst Heino Ruland vom Brokerhaus ICF. Daher ging er davon aus, dass sich der Kurs im Tagesverlauf erholt. Tatsächlich verringerten die Papiere am Vormittag ihre Verluste auf ein Minus von zwei Prozent.

Bei den Nebenwerten lagen die Chemiewerte Covestro und Lanxess um bis zu 3,4 Prozent im Minus.

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