Börse Frankfurt
Dax mit höchstem Schlusskurs aller Zeiten

Ein unerwartet starker US-Arbeitsmarktbericht hat dem Dax kräftig Schwung verpasst. Bis zum Allzeithoch fehlen nur wenige Punkte. Die Wall Street feiert schon neue Rekorde.
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FrankfurtDer Arbeitsmarktbericht der USA hat dem Dax den Tag gerettet. Nach einem müden Start zog der Handel nach Veröffentlichung der US-Jobdaten kräftig an. Der Leitindex schloss 2,02 Prozent höher bei 8.122 Punkten, nur 30 Punkte von seinem Allzeithoch von 8.152 Punkten entfernt. Auf Wochensicht hat der Dax damit vier Prozent zugelegt.

Auf Schlusskursbasis waren die 8.122 Punkte bereits ein neuer Rekord. Der vormalige Höchststand beim Börsenschluss wurde am 16. Juli 2007 mit 8105,69 Punkten erreicht.

Am Nachmittag kletterten der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 auf neue Rekordhochs, der Dow überwand erstmals die Marke von 15.000 Punkten.

Die US-Wirtschaft sei offenbar doch nicht so schwach, wie es frühere Konjunkturdaten vermuten ließen, sagte Darrel Cronk von der Wells Fargo Private Bank. Für neue Spekulationen um eine vorzeitige Verringerung der Anleihe-Käufe durch die US-Notenbank Fed sei es aber noch zu früh.

„Vielleicht wichtiger als die aktuellen Zahlen ist die sehr starke Anhebung der Zahlen für März und Februar“, sagte Omer Esiner, Chef-Marktanalyst von Commonwealth Foreign Exchange. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft stieg im April auf 165.000 von korrigierten 138.000 im März. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 145.000 neuen Jobs gerechnet. Ursprünglich hatte das US-Arbeitsministerium für März die Schaffung von 88.000 Stellen bekanntgegeben. Die Zahl für Februar hob es auf 332.000 von 268.000 an.

Die düstere Prognose der EU-Kommission verpuffte an der Börse. In diesem Jahr erwartet die Kommission am Freitag in Brüssel veröffentlichten Zahlen zufolge ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft im Euro-Raum von 0,4 Prozent, bevor es 2014 wieder ein Wachstum von 1,2 Prozent geben soll.

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  • War das jetzt die letzte Verzweiflungstat der EZB, die aber wieder nur kurzfristig eine Krisenbesserung vorzutäuschen vermag. Da dieser Aufwärtsbewegung immer noch der fundamentale Untergrund basierend auf Wirtschaftswachstum und sozialer Sicherheit fehlt wird es bei einem Strohfeuer bleiben. Es wurde bis dato in keinster Weise ernsthaft versucht die Krise einzudämmen.
    Im Gegenteil durch Geldschwemme, Zinsdumping und Schuldenaufbau-Befürwortung ohne Ende wird die Krise immer weiter verschärft. Statt die verantwortliche Gemeinschaftswährung endlich ad acta zu legen, werden neue Geldscheine gedruckt, welche der Bürger als falschgeldverdächtig ablehnt. Eine Lachnummer, wäre die Sache nicht so ernst. Diese Politik bornierter, europäischer Politfuzzis ist einfach unbegreiflich. Sie fahren lieber die ganze europäische Wirtschaftsunion vor die Wand, statt sich von einer europäischen Währungsunion zu verabschieden. So bekommt die Jugend von heute wenigstens einmal ein Vorstellung davon, wie es einem Mann
    vor ca 70 Jahren gelingen konnte ganz Europa in Schutt und Asche zu legen. Jetzt ist es noch einfacher, da scheinbar in ganz Europa Einigkeit darüber herrscht, daß man die Atombome EURO weiterbauen sollte.

  • Und was ist, wenn der grosse Crash ausbleibt und wir doch erstmal auf die 10.000 zusteuern?

    Verpassen Sie dann die nächsten 30% wieder und gucken nur traurig zu?

  • Ja,ja. genau 6000. Das ist sicher-)).

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