Börse Frankfurt
Dax rettet sich ins Plus

  • 0

Größte Gewinner im Dax waren die Siemens-Aktien mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 85,34 Euro. Vor allem die kräftige Dividendenaufstockung kam gut an. „Das demonstriert den Glauben des Managements an die Fortsetzung der starken Einnahmen der vergangenen drei Jahre - eine willkommener Wandel im Vergleich zur Vergangenheit“, schrieben die Analysten der Unicredit.

Wenig begeistert waren die Anleger dagegen von den Zahlen von RWE und K+S, deren Aktien um 1,5 beziehungsweise 2,6 Prozent fielen. „RWE bringt keine positiven Überraschungen“, sagte ein Händler. „Im Vergleich zu E.ON ist RWE eine klare Enttäuschung“, meinte Aktienstratege Heino Ruland von Ruland Research. Beim Düngemittelhersteller K+S gefiel einigen Anlegern der Ausblick nicht. „Die Ziele sehen eher niedrig aus“, erklärte Unicredit-Analyst Andreas Heine.

Im SDax schockte der Holzverarbeiter Pfleiderer mit hohen Verlusten und drückenden Schulden. Die Aktien stürzten um 28 Prozent auf 2,225 Euro ab.

Technologieaktien bekamen einen herben Dämpfer vom weltweit größten Netzwerkausrüster Cisco, der Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung zerschlug. Der als Indikator für die Branche geltende Konzern blieb mit seinen Umsatzprognosen weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Cisco-Aktien brachen in New York um 15 Prozent ein. Das blieb auch in Europa nicht ohne Folgen: der europäische Sektorindex fiel um rund ein Prozent. Zu den größten Verlierern zählten Alcatel Lucent, die 2,8 Prozent einbüßten, STMicroelectronics mit einem Verlust von 3,1 Prozent und ASML mit einem Minus von 1,8 Prozent. Die im Dax gelisteten Infineon-Aktien verloren zwei Prozent.

Auch von europäischen Finanzwerten ließen die Anleger wegen der Schuldenkrise lieber die Finger. „Ohne Zweifel wird der Schuldenstand Europas die Märkte von Zeit zu Zeit weiterhin durchrütteln“, sagte Aktienstratege Henk Potts von Barclays Wealth. „Der Fokus hat sich ein wenig weg von Griechenland hin zu Irland verschoben.“ Die Furcht vor weiteren Verlusten aus dem Irland-Geschäft schickte Royal Bank of Scotland (RBS) auf Talfahrt. Die Aktien des britischen Kreditinstitutes fielen um 2,7 Prozent auf 40,978 Pence. Die Titel der beiden irischen Banken Allied Irish und Bank of Ireland brachen um 6,7 beziehungsweise 7,8 Prozent ein. Aber auch auf dem europäischen Festland standen Finanztitel unter Druck: Deutsche Bank und BNP Paribas sanken jeweils um rund 1,5 Prozent, Unicredit gaben 1,3 Prozent nach.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax rettet sich ins Plus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%