Börse Frankfurt
Dax rettet sich ins Plus

Hatte der Dax am Morgen noch deutlich verloren, so konnte er sich am Nachmittag berappeln. Die Anleger spekulieren darauf, dass die USA die Pleite in letzter Minute doch noch abwenden können.
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FrankfurtEin schwacher Vormittag, eine Seitwärtsbewegung bis zum Nachmittag und dann doch noch ein kleiner Satz nach oben. Der deutsche Leitindex kann so mit einem leichten Plus von 0,25 Prozent und 7.344 Punkten den Handel doch noch einigermaßen freundlich beenden.

Die weitere Handelswoche aber hat es in sich: Einige unerwartet schlecht ausgefallene Konjunkturindikatoren haben Zweifel am deutschen Wirtschafts-Boom geweckt. Der Dax wird nach Einschätzung der Landesbank Berlin deshalb in den kommenden Wochen zwischen 7.000 und 7.600 Punkten pendeln.

Im Streit um den Abbau der US-Staatsverschuldung zeichnete sich zwischen Demokraten und Republikanern weiter keine Einigung ab. Politikern beider Parteien gelang es am Sonntag nicht wie angestrebt, vor Eröffnung der Finanzmärkte in Asien eine gemeinsame Position zu erzielen. Statt dessen arbeiteten beide Seiten an eigenen Entwürfen.

Griechenland erneut herabgestuft

Das jüngste Rettungspaket für Griechenland wird Experten zufolge auch noch in der neuen Woche für positive Stimmung am deutschen Aktienmarkt sorgen. „Das bringt zunächst Entspannung in die Märkte“, sagte Matthias Thiel, Anlageexperte bei MM Warburg. Viele Anleger seien erleichtert, dass überhaupt eine konstruktive Einigung erzielt worden sei.

Vergangene Woche hatte die Ratingagentur Fitch Griechenland allerdings als Zahlungsausfall eingestuft; heute Morgen dann folgte Moody's mit einer Herabstufung des Schuldenstaats auf "Ca". Somit dürfte die Erleichterung über das neue Rettungspaket die Märkte nur noch kurze Zeit tragen. Dafür gebe es auch zu viele andere Probleme, die bislang von der Griechenland-Krise verdrängten worden seien. „Vor allem der US-Schuldenstreit dürfte wieder in den Fokus geraten“, erläuterte Thiel.

Lichtblick für die am Boden liegende irische Bankenbranche: Eine Gruppe privater Investoren steigt für 1,1 Milliarden Euro bei der Bank of Ireland ein und verhindert damit die Verstaatlichung. Die Regierung kündigte den Anteilsverkauf am Montag an und überraschte damit. Ursprünglich war erwartet worden, dass der Staat über die derzeit laufende milliardenschwere Kapitalerhöhung auch beim größten Geldhaus des Landes die Kontrolle übernehmen muss, da das Interesse der Altaktionäre bis dato gering war.

Über die Namen der neuen Anteilseigner hüllte sich Finanzminister Michael Noonan noch in Schweigen, das Geheimnis soll erst zum Ende der Woche gelüftet werden. Laut Noonan wird die Regierung nach der Kapitalerhöhung maximal 32 Prozent an der Bank of Ireland halten, die neuen Aktionäre zwischen 14 und 37 Prozent. Die Ergebnisse sollen morgen bekanntgegeben werden.

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  • lol den mini-dip genutzt. und immerhin break-even und zumindest mal den overhead verdient.

  • abwarten, keine Panik.... das kann der Dax nicht halten.... unmöglich"!!! weiter Short mit zwei Positionen

  • einfach kaufen und liegen lassen?wenn die futures -1% starten und der Dax die Bewegung nicht schon vorweggenommen hat,wo soll es dann noch hingehen?auf -2%???

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