Börse Frankfurt
Dax schließt bei 9033 Punkten

Die US-Notenbank wird ihre Geldpolitik vorerst nicht ändern. Der Dax rutschte nach dieser Entscheidung zeitweise wieder unter 9000 Punkte. Doch allen voran die Autobauer trieben den Leitindex wieder in die Gewinnzone.
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FrankfurtWann dreht die US-Notenbank Federal Reserve den Geldhahn wieder zu? Diese Frage beschäftigt weiterhin weltweit die Börsen. Die Ungewissheit hemmte zwischenzeitlich auch die Anleger an der Frankfurter Börse. Dort rutschte der Dax am Vormittag unter die Marke von 9000 Zählern. Bis zum Abend konnte er jedoch Boden gut machen und schloss 0,26 Prozent im Plus bei 9033 Punkten und damit so hoch, wie nie zuvor.

In der zweiten Reihe notierte der MDax 0,26 Prozent fester bei 15978 Punkten. Der TecDax legte 0,08 Prozent zu und kletterte auf 1128 Stellen. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schaffte nach einem schwächeren Start den Richtungswechsel und notierte bei Börsenschluss in Frankfurt 0,8 Prozent fester bei 3065 Punkten.

Die US-Notenbank wird ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zur Stützung der Wirtschaft zwar vorerst beibehalten. Auf einen konkreten Zeitpunkt, wann die Drosselung der Geldschwemme (Tapering) beginnt, wollten sich die Notenbanker am Mittwochabend jedoch nicht festlegen. Nach dem Fed-Statement habe sich die Unsicherheit an den Märkten nochmals erhöht, urteilten die Analysten der NordLB.

Einige Investoren spekulierten nun, dass die Fed die Geldschwemme vielleicht doch schon im Dezember drosseln könnte, schrieb LBBW-Analyst Uwe Streich in einem Kommentar. Davon profitierte der Dollar, der am Donnerstag etwas an Boden gut machte. Der Euro fiel zeitweise auf 1,3670 Dollar zurück von 1,3735 Dollar im Schlussgeschäft des Vortages.

Die zuletzt eher schwächeren Konjunkturzahlen - allen voran am Arbeitsmarkt - sprechen laut Streich allerdings dafür, dass die Fed die US-Wirtschaft noch länger mit Anleihenkäufen aufpäppeln wird. Viele Experten rechnen frühestens im ersten Quartal 2014 mit einer Abkehr von der Politik des billigen Geldes, die die Aktienkurse weltweit nach oben getrieben hat.

Für positive Signale sorgte die Konsumklimastudie des Marktforschungsinstituts GfK. Ihr zufolge bleibt die Stimmung der deutschen Verbraucher trotz der politischen Hängepartie nach der Bundestagswahl weitgehend ungetrübt. Der teils steile Aufwärtstrend der vergangenen Monate habe sich im Oktober allerdings nicht fortgesetzt. „Gegenüber dem Vormonat hat sich die Verbrauchstimmung nur wenig verändert“, heißt es in einer Mitteilung der GfK.

Zwar würden die Verbraucher die konjunkturelle Lage im Oktober etwas optimistischer beurteilen als im Vormonat. Beim Einkommen rechneten viele Haushalte allerdings mit leichten Einbußen. Auch zögerten etwas mehr Verbraucher als im Vormonat mit größeren Anschaffungen, teilte die GfK mit. Der aus den drei Faktoren ermittelte Konsumklima-Index werde daher im November mit 7,0 Punkten um 0,1 Punkt unter dem Oktoberwert liegen.

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