Börse Frankfurt
Dax schließt dank US-Daten im Plus

Der Leitindex schafft ein deutliches Wochenplus. Im Mittelpunkt des Geschehens stand der US-Arbeitsmarktbericht, der die Investoren positiv überraschte. Die Notenbanken hielten sich diesmal raus.
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An den Börsen herrschte am letzten Wochenhandelstag Kauflaune. Grund war der besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht. Zudem verkündete EZB-Chef Mario Draghi gestern nochmals: Sein Institut stehe bereit, um Anleihen der Schuldenstaaten zu kaufen und sei vorbereitet, wenn Spanien unter den Rettungsschirm schlüpft. Nach Bekanntgabe der US-Zahlen verstärkte der Dax seinen Aufwärtstrend und schloss schließlich 1,27 Prozent höher bei 7.397 Punkten.

Die Arbeitslosenquote sank im September auf 7,8 Prozent. Das waren 0,3 Prozentpunkte weniger als im August (8,1 Prozent). Die Unternehmen hätten 114 000 neue Jobs geschaffen und damit mehr als im Vormonat (96 000 Arbeitsplätze), teilte das US-Arbeitsministerium in Washington am Freitag mit.

Einen Monat vor der Präsidentschaftswahl sind die neuen Zahlen ein Erfolg für Präsident Barack Obama. Erst beim Parteitag der Demokraten hatte er vor drei Wochen verstärkte Anstrengungen versprochen, um mehr Jobs zu schaffen.

„Das ist ein ziemlich guter Arbeitsmarktbericht“, sagte Mark Zandi, Chefökonom von Moody’s Economy.com. „Seit die Zahl der Stellen vor zweieinhalb Jahren wieder begann zu wachsen, sind damit rund 4,7 Millionen neue Arbeitsplätze entstanden. Das bedeutet, rund die Hälfte der Jobs, die in der Rezession verloren gingen, sind wieder zurückgewonnen.“

Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt wenig optimistisch in die Zukunft. Für dieses Jahr rechnet der Fonds nur noch mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 Prozent, 2013 soll das globale Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent zulegen. Der IWF revidierte damit seine bisherigen Prognosen um 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte nach unten.
„Die weitere Abkühlung des Wachstums der Weltwirtschaft in diesem und im nächsten Jahr geht mit einer deutlichen Zunahme der Abwärtsrisiken einher“, heißt es in dem Weltwirtschaftsbericht, der dem Handelsblatt (Freitagausgabe) in Auszügen vorliegt und Anfang nächster Woche vorgestellt werden soll.

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  • Heute schon die Jahreshochs testen?
    Das wäre schon ganz schön schnell.
    Bis zur Wahl in den USA ist zeitlich noch hin. Da kann der
    Dax auch noch steigen.
    Die Wirtschaftsdaten heute in Deutschland waren schlecht,
    aber dennoch steigen die Kurse deutlicher als in den USA.

    Irgendwo schon verrückt und kaum noch verständlich zu erklären.

  • Eben waren die Kurse zu hoch zum Kaufen,jetzt sind sie noch höher.
    Gleich sind sie wieder tiefer, aber noch zu hoch zum kaufen.
    Als wenn der Wert eines Papiers vom Kurs abhängt.

  • trotz massiv gefälschter US-Arbeitsmarktzahlen - die Wahl läßt grüßen.
    In 4 Wochen wird das Ding dann endlich kollabieren.

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