Börse Frankfurt
Dax schließt erstmals seit einer Woche im Plus

Viele Anleger sind an den deutschen Aktienmarkt zurückgekehrt und sorgten für einen überaus positiven Wochenauftakt. Noch im Minus gestartet, legte der Dax am Montag kräftig zu. Grund dafür: Starke Konjunkturdaten.
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FrankfurtEine Woche vor Weihnachten ist am deutschen Aktienmarkt am Montag die Feiertagslaune zurückgekehrt. Der Dax schloss erstmals seit einer Woche im Plus und stieg um 1,7 Prozent auf 9163,56 Punkte. Der EuroStoxx50 zog um 1,8 Prozent an. Grund für die gute Stimmung waren zum einen überraschend starke europäische Konjunkturdaten. Zum anderen sorgte eine freundliche Eröffnung an der Wall Street für Kauflaune.

Dennoch zeigten sich Börsianer über das Plus im Dax überrascht. Seit Anfang Dezember hätten viele Anleger eher auf fallende Kurse gesetzt, und die hätten nun wieder Aktien kaufen müssen, erklärte Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX. „Da wurden einige auf dem falschen Fuß erwischt“, stimmte ein Börsianer zu. Der MDax rückte zuletzt um 1,1 Prozent auf 16.81 Punkte vor. Der TecDax stieg um ein Prozent auf 1122 Punkte.

Die Stimmung der europäischen Unternehmen hellte sich im Dezember überraschend stark auf. Das Konjunkturbarometer der Einkaufsmanager stieg auf 52,1 Punkte von 51,7 Zählern im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 51,9 Stellen gerechnet.

Daneben sorgte die US-Geldpolitik erneut für Gesprächsstoff auf dem Börsenparkett. Die allgemein erwartete Straffung der US-Geldpolitik spiegele sich nach den Verlusten der vergangenen Wochen nun angemessen in den Kursen wider, sagte Anlagestratege Ian Williams vom Brokerhaus Peel Hunt. „Die Argumente für eine Drosselung der Wertpapierkäufe sind nicht allzu stark. Wenn sich die Fed also dagegen entscheidet, könnten wir eine ordentliche Erleichterungsrally sehen.“

Die US-Notenbank will am Mittwochabend (MEZ) bekanntgeben, ob sie den Kauf von Anleihen und Immobilienpapieren, mit dem sie bislang monatlich 85 Milliarden Dollar frisches Geld in die Finanzmärkte pumpt, verringert. Seit Wochen wird an den Börsen heftig darüber diskutiert, wann der Einstieg in den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik beginnt.

Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz ist angesichts einer Serie positiver US-Konjunkturdaten in den vergangenen Wochen die Zeit reif für das sogenannte „Tapering“. „Denn wächst die US-Wirtschaft kräftig, wird auch die Teuerung wieder anziehen. Eine vorausschauende Fed sollte also tätig werden, solange sie nicht davon ausgeht, dass die Wirtschaft demnächst wieder einbricht.“ Dafür gebe es aber keinerlei Anzeichen. „Die große Unsicherheit zeigt letztlich, dass der Markt der Fed auch zutraut eine weiter unangemessen expansive Geldpolitik zu betreiben“, betonte Karpowitz. Aus diesem Grund könne der Euro weiter zulegen. Er verteuerte sich am Montag auf 1,3767 Dollar von 1,3741 Dollar zum New Yorker Freitagsschluss.

Angesichts der positiven Konjunkturdaten schichteten einige Investoren ihr Geld aus den als sicher geltenden, jedoch renditeschwachen Bundesanleihen in Aktien um. Der Bund-Future gab seine Anfangsgewinne wieder ab und notierte kaum verändert bei 140,28 Punkten.


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  • Wieso werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser deltaone ein ganz armer, einsamer Mensch ist?

    Vielleicht hatte er eine schlimme Kindheit mit geringer Bindungsqualität.

  • Ein Fest mit 5000 Euro Verlust. Hahahahahahah!

  • Tja, dann scheint es ja nicht nur meine Wahrnehmung zu sein. Husch, husch, zurück ins braune Millieu:-)

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