Börse Frankfurt
Dax schließt fester und nimmt 10.000 Punkte ins Visier

Der Draghi-Effekt hat den Dax auch heute wieder getragen. Von seinem Allzeithoch trennten ihn zwischenzeitlich nur noch 1,2 Prozent. Am Ende aber raubten überraschend schwache US-Daten dem Dax ein wenig die Dynamik.
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FrankfurtAn den Börsen werden die Kurse vor allem durch eins angetrieben: Durch Hoffnung. Gesät hat diese EZB-Präsident Mario Draghi. Im Kampf gegen die Deflation und die schwächelnde Euro-Konjunktur ist er bereit auch weiterhin expansive Maßnahmen anzuwenden. Diese Ankündigung ist zwar nicht neu, doch jede erneute Erwähnung erhöht bei den Anlegern die Sicherheit, dass Draghi seinen Worten auch tatsächlich Taten folgen lassen wird.

Den Dax treibt es inmitten dieses Hoffnungsgebildes immer weiter nach oben. Zwischenzeitlich trennten ihn bei 9921 Zählern nur 1,2 Prozent von seinem Allzeithoch. Für zusätzlichen Aufwind sorgte heute auch ein gestiegenes US-BIP für das dritte Quartal. Am Ende schloss der Leitindex 0,8 Prozent fester auf 9861 Punkte. Ein überraschend gesunkenes amerikanisches Verbrauchervertrauen hat die Stimmung zum Ende hin leicht gedämpft.

Einige Analysten äußerten in Anbetracht zur Nähe der 10.000-Punkte-Marke bereits gewagte Prognosen. LBBW-Analyst Berndt Fernow geht davon aus, dass der Dax in den kommenden Monaten noch viel Spielraum nach oben hat. Im Jahresverlauf 2015 könnte der Leitindex die Marke von 11.000 Punkten ins Visier nehmen, prognostiziert er in einer Kurzstudie. „Mit der Geldpolitik bleibt den Börsen ein stützender Faktor erhalten: Solange die EZB mehr Mittel in den Kreislauf pumpt, als die Realwirtschaft benötigt, steigen die Aktienkurse meistens.“

Interessant wird es am Donnerstag, an dem die Entwicklung der Verbraucherpreise veröffentlicht wird. Interessant, weil die EZB angekündigt hat mit allen Mitteln die Deflation zu bekämpfen. „Kommt sie, oder kommt sie nicht, die Deflation, das bleibt hier die Frage?“, sagt Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors. Die meisten Analysten rechnen damit, dass die Teuerungsrate wegen der niedrigeren Energiepreise leicht gesunken ist. Das dürfte die Wahrscheinlichkeit von Geldspritzen der EZB erhöhen.

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Energiekonzerne führen den Dax an

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  • Ich ziehe mich jetzt lieber wieder in den Bunker zurück bevor DIE mich finden und mir den Gar ausmachen wollen. Ich greife DENEN einfach zuviele Gewinne ab, weil ich das SYSTEM verstanden habe. Falls mich jemand besuchen kommen möchte dann bitte an der Türe das Codeword "deltaone" benutzen. Da kommt nie jemand drauf. So jetzt kann das NACHMITTAGS HOCHKAUFEN beginnen. Draghi rules.

  • Da haben aber die Mächtigen mit ihren Systemen mittels Programmen eine Menge gelöscht.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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