Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus – Sorgen kehren zurück

Zunächst sah es so aus, als sei der Dubai-Schock überwunden. Sein Anfangsplus konnte der Dax aber nicht halten. Im Gegenteil: Der Dax verliert deutlich. Die Verunsicherung wird wieder größer. Viel Bewegung gibt es bei Autoaktien.
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HB FRANKFURT. Die Finanzschwierigkeiten des Emirats Dubai haben den Aktienmarkt am Montag weiter unter Druck gesetzt. Die Unsicherheit über Zahlungsschwierigkeiten zweier Staatsbetriebe in Dubai hat am Montag die Anleger wieder eingeholt. Der deutlich über den Erwartungen liegende Chicagoer Einkaufsmanagerindex grenzte am späten Nachmittag die Verluste für den Dax nur kurzzeitig ein. Der Leitindex verlor 1,05 Prozent auf 5 625 Zähler und schloss damit in der Nähe des Tagestiefs von 5 607 Punkten. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 104,9 (Freitag 129) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 3,2 (3,4) Milliarden Euro. Der MDax ging bei 7 099 Zählern um 1,22 Prozent leichter aus dem Handel. Der Auswahlindex TecDax konnte sich zuletzt dem schwächeren Trend nicht entziehen und verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,07 Prozent bei 781,87 Punkten aus dem Handel.

David Buik, Marktstratege bei BGP Partners in London, zeigte sich mit Blick auf die Sorgen um den Staatsfonds Dubai World indes etwas kritischer: "Das Marktsentiment hat regelrecht nach einer Korrektur geschrien und Dubai hat den ersehnten Katalysator geliefert." Seiner Meinung nach dürfte Dubai nicht die Spitze eines Eisberges sein. Vielmehr schrieb er die Marktreaktionen einer gewissen Hysterie zu. Ähnlich äußerte sich ein weiterer Börsianer, der sagte, der Dubai-Effekt ebbe langsam ab. Zudem verwies er auf die US-Börse, die zum deutschen Handelsschluss ebenfalls schwächer tendierte, als Belastungsfaktor.

MAN und einer Branchenstudie aus dem Haus Goldman Sachs. Die Analysen drehten sich etwa um die Zukunft des Lkw-Herstellers in Bezug auf Volkswagen (VW) und Scania und um die Schmiergeldaffäre.

Ein Händler sagte: "Am wichtigsten ist der Artikel der 'Wirtschaftswoche', demzufolge Hans Dieter Pötsch die Integration der Lkw-Marken Scania und MAN in den Volkswagen-Konzern verantwortet - das dürfte aus meiner Sicht wieder Übernahmefantasie in die Aktie von MAN bringen." Die neue Struktur des VW-Konzerns soll bis 2011 stehen, wie das Wirtschaftsmagazin unter Berufung auf Informationen von mit der Sache vertrauten Personen berichtet.

Zudem legte nun auch Chef der Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann, "auf eigenen Wunsch" seine Ämter mit sofortiger Wirkung nieder, teilte der Konzern am späten Nachmittag mit. Zuvor hatte bereits MAN-Chef Hakan Samuelsson seinen Posten geräumt und Finanzvorstand Karlheinz Hornung seinen Rückzug angekündigt. MAN-Aktien waren mit minus 3,90 Prozent auf 54,50 Euro einer der schwächsten Werte im Leitindex.

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