Börse Frankfurt
Dax schließt unter 9300 Punkten

Der Dax ist mit einem Minus in die Handelswoche gestartet. Gewinne vom Morgen konnte er nicht halten. Die anstehende Rede von Fed-Chefin Yellen sorgte für Spannung – mehr als die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt.
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FrankfurtDer Dax gab am Montag nach einem freundlichen Vormittagshandel seine Gewinne wieder ab uns schloss 0,12 Prozent leichter bei 9289 Punkten. Börsianern zufolge warteten die Anleger mit Spannung auf den ersten halbjährlichen Geldpolitik-Bericht der neuen amerikanischen Notenbank-Chefin Janet Yellen vor dem US-Repräsentantenhaus am Dienstag. Dies drängte die anfänglich positiven Nachwirkungen des US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag in den Hintergrund. Einem Marktbeobachter zufolge lastete zudem das Votum der Schweiz für eine strikte Begrenzung der Zuwanderung etwas auf der Stimmung.

Der MDax sank um 0,1 Prozent auf 16.391 Punkte und der TecDax stieg um 0,3 Prozent auf 1228 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab 0,2 Prozent nach.

Marktteilnehmer bezeichneten den Handel als ruhig, große Impulse hätten gefehlt. „Die Arbeitsmarktdaten werden als weniger wichtig eingestuft, als die Antwort der Fed darauf“, sagte Aktienstratege Ian Williams vom Brokerhaus Peel Hunt. „Die meisten gehen davon aus, dass Yellen bekräftigen wird, dass die Erholung der US-Wirtschaft solide genug ist, um den Tapering-Kurs fortzusetzen. Eine solche Darstellung sollte die Märkte beruhigen.“ Die US-Notenbank hat im Januar angefangen, das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe zu drosseln. Viele gehen davon aus, dass sie diesen Kurs auch nach dem Arbeitsmarktbericht fortsetzt.

Interessant könnte werden, ob die Fed für ihre zinspolitischen Entscheidungen künftig mehr geldpolitische Ziele berücksichtigt. Bislang orientiert sie sich stark an der Arbeitslosenquote. Vorstellbar sei, dass verstärkt Größen wie die Inflations- oder Lohnentwicklung einbezogen werden, erläuterten die HSBC-Experten.

Am Devisenmarkt wurden angesichts der Hoffnung auf eine anhaltende Straffung der US-Geldpolitik weiterhin Schwellenländer-Währungen zu Gunsten des Greenback verkauft. Der brasilianische Real gab zum Dollar um 0,9 Prozent nach, der südafrikanische Rand verlor 0,7 Prozent, der ungarische Forint rutschte um 1,4 Prozent ab. Lediglich die in den vergangenen Wochen ebenfalls stark unter Druck geratene ukrainische Währung widersetzte sich dem Trend; gestützt von der Einführung von Kapitalkontrollen der ukrainischen Notenbank. Die Landeswährung Hrywnja gewann im Tagesverlauf 1,4 Prozent. Der Euro bewegte sich kaum und notierte nahezu unverändert um 1,3640 Dollar.

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  • Hey ich wünschte du hättest recht... weil die Lage nämlich ganz schon besch* aussieht. Ich habe nämlich überhaupt keinen Bock mich von meinen Investitionen zu trennen.

  • LOL nichts verstanden? LOL Daran sieht man, dass der Herdentrieb stärker ist als der Verstand. Wenn einen Tag vorher der DAX *wegen* guter US-Job Daten steigt, am nächsten Tag genauso *trotz* schlechter US-Job Daten steigt, dann bewegt sich der Markt unabhängig von fundamentalen Daten.

    Mit anderen Worten: Die Herde rennt weiter wie letztes Jahr, obwohl sich die Situation grundlegend geändert hat... LOL

  • Das Witzige ist, dass der HBON-Forum-Indikator nie irrt. Wenn das Abwärts-Geplärre am lautesten ist, geht es GARANTIERT nicht abwärts.

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