Börse Frankfurt
Dax springt auf Rekordhoch

Der Franken-Schock scheint vergessen. Anleger haben nur noch Augen für die nächste Woche. Dann nämlich tagt der EZB-Rat. Die Börsianer rechnen fest mit Staatsanleihekäufen und schicken den Dax auf eine späte Rally.
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FrankfurtWie stark der Dax aus dem nichts zulegen kann, wenn nur der Wunsch Vater des Gedankens ist, hat der Freitagshandel eindrucksvoll demonstriert. Nur einen Tag nach den weltweiten Verwerfungen durch die Franken-Freigabe hat der deutsche Leitindex im späten Handel eine unerwartete Rally gestartet und mit 10.207 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Allein die Hoffnung auf Staatsanleihekäufe durch die EZB reichte aus, um den Dax 1,4 Prozent fester bei 10.167 Punkten schließen zu lassen.

„Es ist weiterhin die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nächste Woche endlich den Kauf von Staatsanleihen ankündigt, die den Dax nach oben katapultiert hat“, sagte Händler Markus Huber vom Broker Pregrine & Black. Zudem schüre auch der schwache Ölpreis und der schwache Euro den Optimismus, dass es in Europa und insbesondere mit der deutschen Wirtschaft bald wieder stark aufwärts gehen werde.

Die Akteure hielten sich bis zum Mittag merklich zurück. Die Verwerfungen am Donnerstag hinterließen eine unruhige Atmosphäre, aus der sich die Märkte am Freitag lange Zeit nicht lösen konnten. Auslöser des ungewöhnlichen Kursverlaufs war am Vortag die Schweizer Nationalbank (SNB). Sie hatte sich nach drei Jahren vom Mindestkurs des Franken von 1,20 Franken je Euro verabschiedet. Damit soll die Flucht in den Franken gestoppt werden. Die Notenbank hatte den Franken zuletzt bereits mit Milliarden gestützt, was die Bilanz weiter aufgebläht hatte.

Der überraschende Schritt traf die Märkte unvorbereitet. Nicht nur der Dax ging auf Talfahrt. Doch im Laufe des Handels kam es zur Wende, die Frankfurter Benchmark schloss mehr als zwei Prozent fester. Denn die Börsianer sahen im Schritt der SNB einen weiteren Hinweis auf baldige Wertpapierkäufe der EZB. Eine solche Maßnahme der Euro-Währungshüter würde einen künstlich hochgehaltenen Wechselkurs für die SNB deutlich erschweren. Und genau hierin sahen die Börsianer den Grund für die Aufgabe des Kurszieles. Anscheinend rechnet die SNB mit weiteren Schritten der Europäischen Zentralbank.

Auch in der zweiten Reihe obsiegte die Hoffnung, auf dass Mario Draghi die Geldschleusen weiter öffne. Der MDax schloss 0,8 Prozent fester auf 17.701 Zählern. Der TecDax hingegen rückte nur 0,2 Prozent vor auf 1438 Stellen. Der Leitindex der Währungsunion, der Euro-Stoxx-50, legte wie die anderen europäischen Leitindizes deutlich zu und beendete der Handel 1,6 Prozent fester bei 3206 Stellen. In der Schweiz hingegen ging die Talfahrt unverhohlen weiter. Der SMI stürzte knapp sechs Prozent ab. In New York traute sich der Dow-Jones-Index nur verhalten vor. Zum Frankfurter Börsenschluss notierte er 0,4 Prozent fester bei 17.381 Punkten.

Im Fokus standen heute die Dezember-Verbraucherpreise der Eurozone. Diese waren erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 im Jahresvergleich gefallen. Wie Eurostat bekanntgab, fiel das Preisniveau 0,2 Prozent niedriger aus als im November. Experten machen vor allem die deutlich gefallenen Rohölpreise für den aktuellen Rückgang verantwortlich. Der Handlungsdruck auf die EZB wächst damit weiter. Die Anzeichen auf einen Entschluss zu Staatsanleihekäufen schon in der nächsten Ratssitzung am 22. Januar verdichten sich immer mehr. Umso heftiger fällt andererseits auch das Rückschlagspotenzial aus, sollte das oberste EZB-Gremium nur Beschlüsse unterhalb der Markterwartungen zustande bringen.

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Auto-Titel im Aufwind

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  • Was wollen Sie uns jetzt damit sagen? Das der Dax so hochsteht, weil die EZB die Märkte manipuliert? Nein? Doch! Oh!

    Ich dachte, das liegt an den günstigen Bewertungen & tollen Aussichten für deutsche Aktien.

  • Dax auf Rekordhoch - Spekulanten hoffen auf Draghi
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    Nachdem Draghi vom EuGH grünes Licht für den Ankauf von Schrottpapieren vom ClubMed bekommen hat, rechnen die Spekulanten mit einem baldigen Start selbiger.
    OMT, QE, LTRO, ABS, um nur einige Kampfbegriffe der EZB zu nennen, bilden kein Risiko, denn der Steuerzahler heftet dafür. Vor allem der Deutsche.

  • Vorsicht im Peters-Keller ist der Blöd,juche
    Skifahren war er in der Früh, im Schnee juche
    dann hat er ihm geschnupft, den Schnee juche
    jetzt ist er hei, kein Schmäh juche.

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