Börse Frankfurt
Dax überwindet Dubai-Schock und legt kräftig zu

Der Dax überwindet seine Schwäche und geht mit einem Plus von 1,27 Prozent aus dem Handel. Am Vormittag hatten Sorgen über Zahlungsprobleme des Emirats Dubai die Kurse noch tief ins Minus gedrückt. Schützenhilfe von der Wall Street sorgte für die Trendwende. Tagessieger waren die Aktien von VW.
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HB FRANKFURT. Der Dax hat den Dubai-Schock verarbeitet. Nachdem der Dax gestern 3,3 Prozent verlor und auch heute mit deutlichen Auftaktverlusten startete, arbeitete sich der Leitindex Stück für Stück nach oben. Die Wall Street, die am Vortag feiertagsbedingt geschlossen geblieben war, konnte sich deutlich von ihren Auftaktverlusten erholen und leistete so am Nachmittag kräftige Schützenhilfe. Der Dax verabschiedete sich mit einem Tagesplus von 1,27 Prozent bei 5 685 Zählern - auf Wochensicht standen allerdings nur bescheidene Gewinne von 0,40 Prozent zu Buche. Der MDax stieg am Freitag um 1,79 Prozent auf 7 188 Punkte und der TecDax rückte um 1,76 Prozent auf 782 Zähler vor. Im Dax stieg das Handelsvolumen auf 129 (Donnerstag: 120,2) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 3,3 (3,4) Milliarden Euro.

Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandels bei Hauck & Aufhäuser, sah ganz klar die positiven Impulse aus den USA als Kursstütze für den hiesigen Markt: "Nach einer schwachen Eröffnung ist es bei uns stetig nach oben gegangen, insbesondere als die US-Futures ihre Verluste verringert haben. Vielleicht haben wir gestern, als wir auf uns allein gestellt waren, die Situation in Dubai etwas zu negativ gesehen." Nachdem der Dax wiederholt an der Marke von 5 800 Punkten gescheitert sei, hätten dann die Nachrichten aus dem arabischen Emirat vielen Anlegern als Anlass gedient, sich von Aktienbeständen zu trennen. "Dubai zeigt, dass die Finanzkrise noch nicht zu Ende ist - aber das hat bei weitem nicht den Stellenwert der Lehman-Pleite vom vergangenen Jahr", resümierte Helmer.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss im Minus, aber besser als erwartet. Der Dow-Jones-Index lag 1,3 Prozent tiefer bei 10 327 Punkten, der S&P gab 1,4 Prozent auf 1 095 Zähler nach. Der Nasdaq-Composite büßte 1,2 Prozent auf 2 149 Stellen ein.

Infineon-Aktien profitierten von positiv aufgenommenen Vorstandsaussagen und gewannen als zweitbester Dax-Titel 4,72 Prozent auf 3,22 Euro. Konzern-Chef Peter Bauer sagte dem Handelsblatt, dass er mit drei bis vier positiven Jahren in der Halbleiterbranche rechne. Marktforscher teilen der Zeitung zufolge diese Ansicht und sehen für das kommende Jahr schon wieder zweistellige Umsatzzuwächse bei den Herstellern. Infineon ist zudem laut Bauer grundsätzlich an Übernahmen interessiert, hat aber nichts Konkretes im Auge. Die DZ Bank verwies zudem auf positive Aussagen von Finanzvorstand Marco Schröter in einer Telefonkonferenz.

Außerdem gehörten die Aktien der Autobauer Volkswagen und BMW klar zu den Favoriten der Anleger. Die Stammaktien des Wolfsburger Autobauers stiegen um 6,37 Prozent auf 86,16 Euro und waren damit der Favorit der Anleger im Leitindex. Merrill Lynch hatte am Morgen die "Underweight"-Empfehlung für die Stammaktien von VW bestätigt und das Kursziel von 100 auf 85 Euro gesenkt. Der Grundton der Analyse lese sich aber nicht so negativ, sagten Börsianer. Zudem habe das Papier am Vortag bereits deutlich verloren. Anteilsscheine von BMW verteuerten sich um 3,13 Prozent auf 32,28 Euro. Händler verwiesen auf eine Erholungsbewegung, nachdem die Titel des Autobauers seit ihrem Hoch Mitte November bis zu über zwölf Prozent verloren hatten. Ins positive Bild passte eine Studie von Equinet, in der das Votum für die Titel von "Reduce" auf "Hold" und das Kursziel von 27 auf 33 Euro angehoben wurde.

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