Börse Frankfurt
Die Woche des Drachen

Im Westen wenig Neues. Im Osten dagegen schon. China beendet die Ein-Kind-Politik und nähert so die Hoffnung auf steigenden Konsum. Gute Laune könnten auch die Erwartungen der Einkaufsmanager des Landes verbreiten.

FrankfurtWirtschaftsförderung auf chinesisch: Das Land beendet die umstrittene Ein-Kind-Politik. Das sollte gut für den Konsum sein, wenn auch nicht gleich morgen. Aber an der Börse werden Erwartungen vorweggenommen. Das war am Freitag gut zu beobachten, als die Aktie des Online-Shops Windeln.de aufgrund der Neuigkeiten aus China nach oben abging. Rund elf Prozent Plus verzeichnete die Papiere der Firma, die alles für das Baby liefert.  

Dabei steht China ohnehin nächste Woche im Fokus der Börsianer. Denn am Sonntag und Montag werden die Ergebnisse der Umfragen unter den chinesischen Einkaufsmanagern veröffentlicht. Seit Juni hat der Caixin Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie mehr als zwei Punkte auf zuletzt nur noch 47,2 Punkte verloren. Doch die Analysten der DZ Bank gehen davon aus, dass sich nach schwächeren Umfragewerten in den letzten Monaten „eine leichte Aufhellung der Stimmungsbarometer abzeichnet“.

Den gleichen Tenor hat die Einschätzung der BayernLB. Bereits eine Stabilisierung auf diesem niedrigeren Niveau könne die akuten Sorgen um die chinesische Konjunktur nach sehr volatilen Monaten weiter mindern. Zur Erinnerung: Nicht etwa eine Rezession versetzte die Börse des Landes und die großen Finanzplätze in Unruhe versetzt, sondern rückläufige Wachstumsraten. Dabei ist die chinesische Wirtschaft im dritten Quartal 2015 im Vorjahresvergleich um 6,9 Prozent gewachsen.

Auf europäischer Seite dürften die finalen Ergebnisse der Einkaufsmanagerbefragungen im Oktober in  Deutschland und Frankreich nach Expertenschätzungen kaum für eine Überraschung sorgen. Die Zahlen zu Auftragseingang und Produktion in Deutschland im September, die am Donnerstag und am Freitag publiziert werden, werden nach schwachen Werten im Vormonat etwas besser ausfallen, erwarten Analysten.

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