Börse Frankfurt
Fed lässt Dax-Anleger jubeln

Der Dax schließt auf einem 14-Monats-Hoch. Befeuert wurden die Börsen weltweit von der Geldspritze der US-Notenbank Fed. Doch Experten warnen vor den Nebenwirkungen. Die Angst vor Inflation geht um.
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FrankfurtAn den Börsen war am letzten Wochenhandelstag Aktienkaufen angesagt. Anleger feierten die Entscheidung der Fed, mit Geldspritzen die US-Wirtschaft zu unterstützen. Der Deutsche Leitindex schloss 1,4 Prozent höher bei 7.412 Punkten, dem höchsten Stand seit 14 Monaten. Nach positiven US-Konsumdaten schaffte der Dax am Nachmittag ein Tages- und neues Jahreshoch von 7.446 Punkten. Zuletzt lag der Dax über 7.400 Punkten im Juli 2011, bevor es im August 2011 im Laufe der Griechenland-Krise deutlich abwärts ging. Auf Wochensicht hat der Dax mehr als zwei Prozent zugelegt.

Die US-Notenbank hat am Donnerstagabend angekündigt, so lange monatlich für 40 Milliarden Dollar mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen, bis sich die Perspektiven am Arbeitsmarkt nachhaltig aufhellen. Außerdem kündigte sie an, ihre Nullzinspolitik bis Mitte 2015 beibehalten zu wollen - etwa ein halbes Jahr länger als bislang angepeilt.

Besonders erfreut über die Ankündigung neuer Geldspritzen für die weltgrößte Volkswirtschaft USA waren Investoren in den europäischen Schuldnerländern Spanien, Italien und Griechenland. Die dortigen Börsen legten um jeweils mehr als zwei Prozent zu. Seit dem „Ja“ des Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM haben die Leitindizes in Madrid und Mailand jeweils mehr als acht Prozent gewonnen. Auch die Staatsanleihen dieser Länder verzeichneten eine verstärkte Nachfrage: Die Renditen der spanischen zehnjährigen fielen zeitweise unter 5,6 Prozent, die der italienischen unter fünf Prozent.

„Die Party geht weiter“, sagte ein Börsianer. Künftig gebe es noch mehr Kapital für die europäischen Finanzmärkte. „In Amerika wird Geld jetzt noch billiger, also verlagern Investoren einen Teil erst einmal nach Europa. Und um es hier zu parken, gehen sie hauptsächlich in Aktien, weil Anleihen wegen der Schuldenkrise vergleichsweise riskant sind.“

Besonders Bankaktien profitierten von den Plänen der Fed, da den Geldhäusern die durch das Fed-Kaufprogramm steigende Liquidität zugutekommen dürfte. Der europäische Branchenindex lag zum Handelsschluss 2,3 Prozent höher. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank schlossen 5,2 und 3,1 Prozent höher.

Anleger rüsten sich gegen Inflation

Die nach dem neuen EZB-Kaufprogramm und der Zustimmung des Bundesverfassungsgerichts zum europäischen Rettungsschirm ESM ohnehin optimistischen Euro-Anleger reagierten ebenfalls positiv auf die jüngste Aktion der Fed. Die Gemeinschaftswährung sprang bis auf 1,3168 Dollar.

Viele Anleger griffen zudem zur Anti-Inflationswährung schlechthin, dem Gold. Das Edelmetall verteuerte sich um bis zu 0,6 Prozent 1777,51 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und war damit so teuer wie zuletzt Ende Februar. Unter dem gestiegenen Risiko-Appetit der Investoren litten hingegen die sicheren Häfen - Anleihen aus den USA und Deutschland. Der T-Bond- und der Bund-Future rutschten um jeweils mehr als 100 Ticks auf 145-13/32 und 139,04 Punkte ab.

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  • Heute ist alles ganz anders wurde den Anlegern immer versprochen,sobald sich Aktien oder Indizes den Höchstständen nähern.Aber passiert ist immer das Gegenteil.

  • Anscheinend bin ich temporär unter die Legastheniker gegangen...

  • Wie so ist es denn gesperrt?

    Mach das besser. Auch wenn es momentan wenige agressive Trolle gibt, können diese doch stets wieder auftreten und "Identitätsdiebstahl" betreiben. Wäre unschön.

    Danke, es läuft stabil und sogar kontinuierlich über Plan.

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