Börse Frankfurt: Marktbericht
Dem Dax geht die Puste aus

Der deutsche Aktienmarkt schließt im Minus, nachdem er im frühen Handel noch deutlich zulegen konnte. Der Grund für den Stimmungsumschwung ist eine Studie von Morgan Stanley. Der Bärenmarkt sei noch nicht vorüber, sagen die US-Banker.

HB FRANKFURT. Nach Gewinnen im Dax von mehr als vier Prozent in der vergangenen Woche haben Anleger am Montag Kasse gemacht. Zudem sorgten Verluste an den US-Börsen für getrübte Stimmung. Der Leitindex schloss mit minus 0,80 Prozent auf 4 349,81 Punkte, nachdem er in der Spitze bis auf 4 457,19 Zähler gestiegen war. Der MDax der mittelgroßen Werte legte dagegen leicht um 0,23 Prozent auf 4 883,32 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,93 Prozent auf 510,85 Zähler.

Als Auslöser für die Verluste im Dax wurde vor allem eine Studie von Morgan Stanley gesehen. "Der Bärenmarkt ist noch nicht vorbei", titelten die Analysten der US-Investmentbank und schrieben: "Wir ziehen Barbestände Aktien weiterhin vor." Sie selbst hätten nach dem jüngsten Kursanstieg sowohl in Europa als auch den USA fünf Prozent des Aktienbestandes in Anleihen umgeschichtet. Die drei Indikatoren, die ein Ende des Bärenmarktes signalisierten, seien noch nicht auf "grün" gesprungen. Ein Händler meinte dazu: "Für Anleger, die nach einem Grund für Gewinnmitnahmen gesucht haben, ist diese Studie ein gefundenes Fressen."

BMW größter Verlierer

Größter Dax-Verlierer waren die BMW-Aktien mit minus 7,76 Prozent auf 25,015 Euro, nachdem sie in den vergangenen drei Handelstagen in der Spitze um fast 30 Prozent hochgeschossen waren. Händler verwiesen neben Gewinnmitnahmen unter anderem auf eine Studie von Bernstein Research. Die Analysten hatten die Aktien des Münchener Autoherstellers aus Bewertungsgründen von "Outperform" auf "Market-Perform" abgestuft.

Zeitweise hatten auch die Titel von Volkswagen nachgegeben und rund ein Prozent verloren. Bis Handelsschluss retteten sie sich aber mit 1,10 Prozent ins Plus auf 239,00 Euro. Der Sportwagenhersteller Porsche lotet laut Medienberichten derzeit alternative Wege aus, um - wie geplant - seine Beteiligung an Volkswagen auf 75 Prozent aufzustocken. Um die Verschuldung nicht weiter zu erhöhen, käme dazu ein Tausch von Vermögenswerten in Betracht, hieß es. Die Unternehmen wollten dies nicht kommentieren: "Zu solchen Spekulationen nehmen wir keine Stellung", sagte ein Porsche-Sprecher. Aus Sicht von Volkswagen handelt es sich hierbei um "eine wilde Spekulation". Unter Analysten gilt der Vermögenstausch als eher unwahrscheinlich. Die Anteilsscheine von Porsche, die zeitweise bis auf 47,14 Euro zugelegt hatten, gingen mit einem Aufschlag von 3,32 Prozent auf 43,85 Euro aus dem Handel.

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