Börse Frankfurt
Stabilisierung für den Dax

Die Entscheidung der britischen Notenbank, den Leitzins zu senken und das Anleihekaufprogramm auszudehnen, stabilisierte auch den Dax. Das deutsche Aktienbarometer schloss 0,6 Prozent im Plus.

FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag stabilisiert. Die von der britischen Notenbank beschlossene Zinssenkung und die Ausweitung des Wertpapier-Kaufprogramms gaben dem Dax allerdings nur kurz etwas Rückenwind. Daneben stand die weiter auf vollen Touren laufende Berichtssaison der Unternehmen im Fokus.

Am Abend schloss der deutsche Leitindex 0,6 Prozent fester bei 10.228 Punkten. Damit lag er zwar unter seinem Niveau vor dem Zinsentscheid, konnte aber an sein moderates Vortagesplus anknüpfen. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer noch fast zwei Prozent eingebüßt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann zuletzt 0,7 Prozent auf 20.951 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,9 Prozent auf 1698 Punkte vor. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,6 Prozent auf 2928 Punkte hoch.

Aufholen konnten nach den Kursverlusten zu Wochenanfang die Werte deutscher und europäischer Banken. Der Index für die Institute in der Euro-Zone legte um 2,7 Prozent zu, der Index für die Banken in ganz Europa gewann 2,2 Prozent. Im Dax zählten die Deutsche Bank und die Commerzbank mit Kursgewinnen von jeweils mehr als einem Prozent zu den Favoriten. Beide Aktien hatten von Montag bis Mittwoch allerdings je zehn Prozent verloren. Neben der Senkung der Prognose der Commerzbank hatte der Stresstest der europäischen Bankenbehörde EBA die Anleger verunsichert. Eine leichte Erholung in einem freundlicheren Marktumfeld sei nun überfällig, sagten Händler.

Auch die arg gebeutelten Titel der größten italienischen Bank Unicredit machten Boden gut und legten fast zwei Prozent zu.

An die Spitze der Dax-Gewinner schaffte es am Donnerstag Siemens. Nach positiven Unternehmenszahlen verteuerten sich die Aktien des Technologiekonzerns um mehr als vier Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit knapp einem Jahr. Sowohl die Resultate des Elektrokonzerns für das dritte Geschäftsquartal als auch das angehobene Jahresgewinnziel lägen deutlich über den Erwartungen, sagte ein Händler.

Die Kursgewinne des Medienkonzerns ProSiebenSat.1, schmolzen bis zum Mittag auf 0,3 Prozent zusammen. Am Vormittag lagen die Papiere zeitweise 1,5 Prozent im Plus. Die Münchener übertrafen im zweiten Quartal bei wichtigen Kennzahlen die Prognosen von Analysten, obwohl sich das rasante Wachstum im Digitalgeschäft etwas abschwächte.

Dagegen halfen dem Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA weder ein erfolgreiches Quartal noch der angehobene Jahresausblick: Die Anteilsscheine schlossen nahezu unverändert. Dies sei bereits erwartet worden, sagte ein Händler. Für Beiersdorf-Titel ging es am Dax-Ende um mehr als vier Prozent bergab. Der Eurokurs und eine schwächere Entwicklung bei der Klebstofftochter Tesa brockten dem Konsumgüterhersteller im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang ein.

Beim Sportartikelhersteller Adidas schlug nach der jüngsten Rekordjagd trotz guter Geschäftszahlen ein Kursminus von fast zwei Prozent zu Buche. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt sehr guten Lauf der Aktie.

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Aktie von Hannover Rück bricht ein

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