Börse Moskau
Neue Sanktionen lassen Russland-Anleger kalt

Trotz der zusätzlichen Sanktionen gegen Russland ist die Börse in Moskau angestiegen. Der Fokus der Russland-Anleger liege mehr auf der ukrainischen Präsidentschaftswahl. Große Kursgewinne werden dennoch nicht erwartet.
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Moskau/FrankfurtDie zusätzlichen Sanktionen des Westens gegen Russland haben den Anstieg der dortigen Börse am Dienstag nicht gestoppt. Die Leitindizes des Moskauer Aktienmarktes stiegen im frühen Handel um bis zu zwei Prozent. Der Rubel verlor sowohl zum Dollar als auch zum Euro jeweils etwa 0,5 Prozent. Russische Anleihen waren ebenfalls gefragt. Die Rendite der Titel mit einer Laufzeit bis 2023 ging auf 4,996 Prozent von 5,027 Prozent am Vortag zurück.

Investoren schenkten den Unabhängigkeitserklärungen der pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine kaum Beachtung, betonten die Analysten von Uralsib. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit auf mögliche Aktionen der Moskauer Regierung vor der Wahl des ukrainischen Präsidenten am 25. Mai. Bis dahin sei aber nicht mit weiteren größeren Kursgewinnen der russischen Börsen zu rechnen, schrieb Analystin Anastasia Sosnowa von Rossijski Capital in einem Kommentar. Schließlich habe der Westen die Verschärfung der Sanktionen angedroht, sollte Russland die Wahlen in der Ukraine stören. Die bisherigen Strafmaßnahmen beeinträchtigten die Konjunktur bereits.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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