Börse New York
Alcoa und Fed schubsen US-Börsen ins Plus

Nach starken Zahlen des Aluminium-Herstellers Alcoa und einem positiven Ausblick der US-Notenbank Fed haben die US-Börsen am Mittwoch mit Kursgewinnen geschlossen. Im Fokus: Die Aktien der Citigroup.
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New YorkEin ermutigender Auftakt in die Bilanzsaison hat am Mittwoch die Stimmung an der Wall Street gehoben. Nach überraschend starken Zahlen des Aluminium-Herstellers Alcoa präsentierten sich die US-Börsen mit moderaten Kursgewinnen, nachdem sie am Dienstag noch nachgegeben hatten.

Positiv auf den Markt wirkte sich auch das Protokoll der Fed-Sitzung von Mitte Juni aus. Das Milliarden-Anleihen-Kaufprogramm der US-Notenbank wird möglicherweise im Herbst beendet. Demnach könnten die Notenbanker das Programm nach ihrer Oktober-Sitzung auslaufen lassen.

Voraussetzung sei, dass der Aufwärtstrend der US-Wirtschaft anhalte. Den Aufzeichnungen zufolge sind die Zentralbanker zuversichtlich, dass die US-Wirtschaft sich nachhaltig von der Krise des harten Winters erholt hat und auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleibt.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent höher auf 16.985 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 1972 Zählern 0,5 Prozent höher. Die Technologiebörse Nasdaq stand zuletzt bei 4419 Punkten, ein Anstieg von 0,6 Prozent.

Alcoa läutet traditionell mit seinen Quartalszahlen die US-Berichtssaison ein. Das vom Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen verdiente mehr als erwartet und kehrte in die Gewinnzone zurück. Alcoa-Titel stiegen um knapp sechs Prozent.

Im Fokus standen auch die Aktien der Citigroup. Die Großbank will einem Insider zufolge mit der Zahlung von sieben Milliarden Dollar den Streit über Hypothekenpapiere hinter sich lassen.. Citi-Papiere schlossen nach einer Berg- und Talfahrt kaum verändert.

Auch nach einem guten Start in die US-Bilanzsaison griffen die Anleger bei den europäischen Aktien nur zögerlich zu. In Frankfurt knackte der Dax kurz vor Schluss die charttechnisch wichtige Marke von 9800 Punkte und schloss mit 9808,20 Zählern 0,4 Prozent höher. Der EuroStoxx50 legte 0,6 Prozent auf 3203,10 Punkte zu.

Doch viele Börsianer blieben skeptisch. "Zu der Unsicherheit über die Konjunkturentwicklung und den ohnehin noch schwelenden Krisen im Irak und der Ukraine hat sich seit gestern noch Nahost gesellt", fasste ein Händler zusammen. Im Gazastreifen wächst nach Raketenangriffen auf Israel die Gefahr eines neuen Krieges zwischen Israel und radikalen Palästinensern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 570 Millionen Aktien den Besitzer. 1750 Werte legten zu, 1255 gaben nach und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1458 im Plus, 1190 im Minus und 131 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 4/32 auf 99-18/32. Die Rendite sank auf 2,552 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 100-5/32 und rentierte mit 3,367 Prozent. Händler begründeten die Aufschläge mit dem Fed-Protokoll. Die Anleger gingen danach davon aus, dass die US-Notenbank die Leitzinsen erst in der zweiten Jahreshälfte 2015 anheben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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