Börse New York
An der Wall Street geht die Rekordjagd weiter

Dow und S&P schlossen am Donnerstag erneut auf neuen Höchstständen. Ein Ende der Rekordjagd ist nicht in Sicht. Einzig sinkende Absätze für PCs machen der Börse zu schaffen: Technologietitel gerieten unter Druck.
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New YorkUnerwartet freundliche US-Arbeitsmarktdaten haben die Wall Street am Donnerstag angetrieben. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 stiegen auf Allzeithochs. Die technologielastige Nasdaq legte hingegen nur leicht zu. Grund dafür war die Nachricht, dass sich klassische Computer im ersten Quartal noch schlechter verkauften als ohnehin befürchtet. Experten zufolge ist aber kein Ende des generellen Aufwärtstrends am Aktienmarkt in Sicht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent fester bei 14.865 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 14.785 und 14.887 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 0,4 Prozent auf 1593 Stellen. Der Index der Nasdaq legte 0,1 Prozent zu auf 3300 Punkte. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex 0,8 Prozent fester mit 7871 Punkten.

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich überraschend deutlich aufgehellt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel in der abgelaufenen Woche um 42.000 auf 346.000. Das war der stärkste Rückgang seit rund einem halben Jahr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 365.000 Anträgen gerechnet.

Im Blickpunkt der Anleger standen Kursverlierer bei den Technologiewerten. Aktien des Computerherstellers Hewlett-Packard verloren 6,4 Prozent, die des Chipriesen Intel 1,9 Prozent. Grund dafür waren Daten des Marktforschers IDC, wonach der Absatz herkömmlicher PCs im vergangenen Vierteljahr um 14 Prozent auf etwa 76,3 Millionen eingebrochen ist.

Papiere von Microsoft sackten 4,4 Prozent ab. Der Konzern hatte vor rund einem halben Jahr sein neues Betriebssystem Windows 8 auf den Markt gebracht, von dem manche Beobachter erwartet hatten, dass es den PC-Markt stützen könnte. Analysten von Goldman Sachs stuften Aktien von Microsoft am Donnerstag auf "verkaufen" herunter.

Die Aktie von MetroPCS verlor 2,2 Prozent. Das Unternehmen soll mit der kriselnden US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom fusioniert werden, wogegen es bisher aber Widerstand maßgeblicher MetroPCS-Aktionäre gab. Um das Vorhaben zu retten, kündigte die Telekom nun an, das fusionierte Unternehmen mit einem dickeren Finanzpolster auszustatten.

Auf den Kauflisten standen auch die Aktien von Burger King, die vier Prozent zulegten. Der McDonald's-Rivale hatte eine leicht über den Erwartungen liegende Gewinnprognose genannt. McDonald's stiegen um 0,5 Prozent.

Um 64 Prozent aufwärts ging es mit den Papieren von Acadia Pharmaceuticals. Das Unternehmen hatte über ermutigende Ergebnisse bei Tests eines neuen Medikaments für Parkinson-Patienten berichtet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,64 Milliarden Aktien den Besitzer. 1835 Werte legten zu, 1157 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1188 im Plus, 1237 im Minus und 119 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer von den Anlegern jetzt immer noch nicht verkauft oder zumindest seine Positionen tief mit Put-OS gehedgt hat, für den habe ich kein Mitleid übrig, wenn das große Heulen und Zähneknirschen kommt. Die market-making Big Boys reiben sich ohnehin die Hände - denn die wollen ja selber günstig aus ihren Positionen heraus und sie den unbedarften Kleinanlegern andrehen...

  • Das deutet auch auf ein enormes Vertrauen in die Bewertung des eigenen Unternehmens hin!

    Suckers! Tech Execs Selling Stock as Nasdaq Hits High

    Insider selling at the biggest technology companies hit a record pace over the last six months even as investors snatched up shares, pushing the Nasdaq Composite Index to a 12-year high.

    More than 55 million shares were sold versus 1,780 shares bought for a sell-buy ratio of an eye-popping 31,109 to 1 at the 10 biggest tech companies, including Microsoft, Oracle and Qualcomm, according to Alan Newman, editor of the Crosscurrents newsletter and market analyst for 49 years.

    "Insider activity confirms the rosy scenario indicated by prices is only an illusion," wrote Newman in his latest letter. "Insiders have no confidence in their own companies. While prices appear to be indicating an all clear, we remain in one of the most egregiously speculative phases ever seen."

    In fact, insider selling's track record as a leading indicator has been mixed. Large amounts of selling by executives have taken place during long and vigorous rallies in the past. Plus, tech companies pay a lot of employees in options or stock grants, skewing the selling numbers for that sector in particular.

    Still, should the numbers getting this massive raise red flags for new tech investors?

    Those new investors were burned Thursday as Microsoft and Intel got slammed after research firm Gartner said that PC shipments fell 11 percent last quarter. The Nasdaq retreated from its high as the rest of the market held firm.

    "I don't give this too much weight," said Michael Murphy of hedge fund Rosecliff Capital. "I believe this is simply execs trimming their holdings. This doesn't speak bullish or bearish for the market; it speaks more to the recent rally we've had."

    Still, Newman said the selling did hold some predictive value in a few instances.

    "Insider sales at Apple were one of the reasons we turned bearish on the company late last year," he said.

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