Börse New York
Anleger setzen auf die Fed

Die Apple-Aktie als Zugpferd und das Warten auf den Zinsentscheid der Fed bestimmten am Mittwoch den Handel an der Wall Street. Papiere von Pharmakonzernen waren besonders gefragt.

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch kräftige Gewinne eingefahren. Die wichtigsten Indizes legten nach Veröffentlichung der Fed-Sitzungsprotokolle jeweils rund eineinhalb Prozent zu. Zwar gehen nach den Mitschriften der Oktober-Sitzung die meisten Führungsmitglieder der US-Notenbank davon aus, dass die Zeit für eine Zinswende im Dezember reif ist. Doch darüber hinaus sehen sie zunächst wenig Spielraum für Zinserhöhungen in größerem Maße.

Diese Aussicht auf eine gemäßigte Gangart bei der Straffung der Geldpolitik sorgte für Erleichterung an der Wall Street. Auftrieb gaben auch Apple-Aktien, die 3,2 Prozent auf 117,29 Dollar zulegten. Auslöser war die Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs, dass der Aktienkurs des iPhone-Herstellers noch um bis zu 43 Prozent steigen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 17.737 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 2083 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 1,8 Prozent auf 5075 Punkte vor.

Alle Augen richteten sich auf die Fed, sagte Analyst Peter Cardillo vom Finanzhaus First Standard Financial. "Aber die Investoren haben auch die geopolitischen Risiken im Hinterkopf." Nach den Anschlägen in Paris wächst vor allem in Europa die Terrorangst. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent leichter bei 10.959 Stellen aus dem Handel.

Ins Blickfeld der US-Anleger rückte auch die Chipbranche, bei der sich das Übernahmekarussell auf Hochtouren dreht. Für 2,4 Milliarden Dollar will der US-Konzern ON Semiconductor den heimischen Rivalen Fairchild Semiconductor International kaufen. ON-Papiere verbilligten sich um knapp acht Prozent, die von Fairschild sprangen hingegen um fast neun Prozent nach oben.

Bei den Investoren besonders hoch im Kurs stand die Medizinbranche. So verteuerten sich Allergan -Aktien um 4,5 Prozent, während Gilead -Papiere 3,4 Prozent zulegten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 2371 Werte legten zu, 697 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa zwei Milliarden Aktien 1937 Titel im Plus, 919 im Minus und 122 unverändert.

Die Sitzungsprotokolle der Fed dominierten auch das Geschehen an den US-Kreditmärkten, wo sich die Bonds mit verschiedenen Laufzeiten unterschiedlich entwickelten. So gaben die zehnjährigen Staatsanleihen 4/32 auf 99-25/32 nach. Sie rentierten mit 2,28 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten dagegen 2/32 auf 99-05/32 und hatten eine Rendite von 3,04 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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