Börse New York
Anleger setzen auf Trump-Boom

Die Wall Street eröffnete die Woche mit neuen Rekordständen. Trotz der Kontroversen, die US-Präsident Donald Trump seit seinem Amtsantritt ausgelöst hatte, gewähren ihm die Anleger einen Vertrauensvorschuss.
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New YorkDie Hoffnung auf ein amerikanisches Wirtschaftswunder hat weitere Anleger zum Einstieg in die New Yorker Börsen ermuntert. Dabei übersprang der Börsenwert aller 500 im S&P-Index notierten Werte am Montag erstmals die Marke von 20 Billionen Dollar. Das ist mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung der USA. Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump einer "phänomenalen" Erklärung zur Steuerpolitik halle nach, sagte Kathleen Brooks, leitende Analystin des Brokerhauses City Index. "Dies signalisiert, dass die Finanzmärkte Trump trotz der Kontroversen, die er seit seinem Amtsantritt ausgelöst hat, weiterhin einen Vertrauensvorschuss gewähren." Details zu seinen Steuerplänen hat der US-Präsident bislang nicht genannt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 20.412 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2328 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 5763 Punkte. Alle drei Marktbarometer markierten neue Rekordstände. Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com traut den US-Börsen bis zu einem größeren Rücksetzer weitere Kursgewinne von bis zu sieben Prozent zu.

Dax und EuroStoxx50 schlossen bei dünnen Umsätzen jeweils etwa ein Prozent höher auf 11.774 und 3305 Punkten.

Getragen wurde die Rally unter anderem von den US-Banken, die als Haupt-Profiteure eines US-Wirtschaftsbooms gelten. Citigroup, Goldman Sachs, Wells Fargo, Morgan Stanley und JPMorgan gewannen bis zu 2,3 Prozent.

Bei den Einzelwerten gehörte die Kaufhauskette Macy's zu den Gewinnern, deren Aktienkurs um fast zwei Prozent zulegte. Vorausgegangen war eine Analyse von Barron's, wonach der Kurs um bis zu 50 Prozent zulegen könne, sollte Macy's sich von Läden trennen und die Erlöse in den Ausbau des Online-Geschäfts stecken.

Die Titel des "Ratiopharm"-Produzenten Teva sprangen 5,6 Prozent in die Höhe. Ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren steigerte der israelische Stada-Rivale den Gewinn im abgelaufenen Quartal auf 1,38 von 1,28 Dollar je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Überschuss von 1,35 Dollar je Aktie gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1766 Werte legten zu, 1166 gaben nach und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1640 im Plus, 1177 im Minus und 241 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben im Vorfeld einer Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen im Bankenausschuss des US-Senats nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 98-12/32. Die Rendite stieg auf 2,434 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 15/32 auf 99-11/32 und rentierte mit 3,034 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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