Börse New York
Die Wall Street rutscht auf dem Ölpreis aus

Wie die Aktienmärkte in Europa haben auch die US-Börsen im Minus geschlossen. Grund ist der fallende Ölpreis, der nicht nur Konzerne wie Chevron beeinflusste. Eine im Dow notierte Firma verzeichnete trotzdem Gewinne.
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New YorkDie New Yorker Aktienbörsen haben belastet vom Rückgang der Ölpreise zum Wochenauftakt auf breiter Front nachgegeben. Vor allem Energiewerte gerieten unter Druck. "Der Kursverfall an der Wall Street wird insbesondere von den sinkenden Ölpreisen ausgelöst", sagte Rick Meckler von LibertyView Capital Management.

Angesichts einer hohen Überproduktion kostet Öl aus der Nordsee inzwischen weniger als 53 Dollar je Fass, US-Leichtöl sogar erstmals seit dem Frühjahr 2009 wieder weniger als 50 Dollar. Zudem mache der starke Dollar den US-Konzernen zu schaffen, ergänzte Meckler.

Ein weiterer Börsianer aus den USA sagte zudem: „Dass Griechenland immer häufiger wieder in den Überschriften steht, zieht die Aufmerksamkeit der Anleger auch hierzulande auf sich.“

Es gebe Sorgen um die Eurozone angesichts eines möglichen Ausscheiden Griechenlands. Dies könnte ein erhebliches Risiko für die Konjunktur in der Währungsgemeinschaft darstellen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,9 Prozent tiefer auf 17.501 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 1,8 Prozent auf 2020 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 1,6 Prozent auf 4652 Stellen ab.

Der Absturz der Ölpreise und Spekulationen auf einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone rissen auch die europäischen Finanzmärkte zu Beginn der ersten vollen Handelswoche des neuen Jahres in die Tiefe. Der Dax fiel um drei Prozent auf 9473,16 Punkte, der EuroStoxx50 büßte 3,7 Prozent auf 3023,14 Zähler ein.

Vor allem die Kurse der Ölmultis litten in New York unter dem andauernden Preisverfall. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil verloren 2,7 Prozent, die Titel des Konkurrenten Chevron notierten rund vier Prozent schwächer.

Als erste Großbank erzielte JPMorgan Chase im Rechtsstreit mit Investoren wegen Manipulationen am Devisenmarkt eine Einigung. Dies geht aus einem Brief von Anwälten der größten US-Bank und der Kläger an ein Bezirksgericht im New Yorker Finanzdistrikt Manhattan hervor. Die JPMorgan-Aktie ließ dennoch gut drei Prozent Federn.

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