Börse New York
Dow Jones hat die 18.000 Punkte geknackt

Die US-Anleger zeigen sich nur kurz irritiert über das gescheiterte Doha-Treffen. Die wichtigsten Indizes starteten deshalb mit Gewinnen in die Woche. Am Ende des Tages knackte der Dow sogar die 18.000 Punkte.

New YorkDas Scheitern der Verhandlungen über eine Deckelung der Ölförderung hat am Montag die internationalen Anleger nur kurz verunsichert. Zeitweise brachen die Ölpreise zwar um fast sieben Prozent ein. Doch die Hoffnung auf einen neuen Anlauf, das Öl-Überangebot einzudämmen, bremste die Talfahrt der Preise von Nordseeöl und US-Leichtöl merklich. Das beruhigte auch Aktienanleger.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 18.004 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,7 Prozent auf 2094 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 4960 Zähler.

Für Entspannung sorgte, dass die Ölpreise ihre Verluste deutlich eingrenzten. Nach dem Platzen des Deals zwischen einigen Opec-Staaten und Russland rief der Iran, der an den Gesprächen in Katars Hauptstadt Doha nicht dabei war, alle betroffenen Länder zur Fortsetzung der Verhandlungen auf.

Auch Russland erklärte, die Tür für eine Einigung stehe noch immer offen. Analysten machten Saudi-Arabien für das Scheitern der Gespräche am Wochenende verantwortlich, da das Königreich auf eine Beteiligung des Iran bestanden hatte. Die Regierung in Teheran hat nach dem Ende der westlichen Sanktionen zum Jahresanfang aber gerade erst seine Ölexporte hochgefahren.

In Frankfurt stieg der Dax um 0,7 Prozent auf 10.120,31 Punkte und schloss damit so hoch wie seit Anfang Januar nicht mehr. "Einige Anleger haben das Knacken der 10.100er Marke als Kaufsignal genommen", sagte ein Händler. Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent zu.

Bei den Einzelwerten drehten die Papiere des Ölkonzerns Chevron 1,5 Prozent ins Plus, die des Konkurrenten Exxon verteuerten sich um knapp ein Prozent.

Aktien von Morgan Stanley schlossen kaum verändert. Die Marktturbulenzen zu Jahresbeginn führten zu einem Gewinneinbruch der Investmentbank, doch fiel das Ergebnis besser aus als erwartet.

Die Anteilsscheine des zweitgrößten US-Spielzeugherstellers Hasbro schnellten fast sechs Prozent in die Höhe. Die jüngste "Star Wars"-Episode "Das Erwachen der Macht" ließ die Kassen überraschend kräftig klingeln.

Gefragt waren auch die Aktien des Unterhaltungskonzerns Disney mit einem Aufschlag von 2,9 Prozent. Der neue Film "Jungle Book" dominiert die Kinocharts.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2217 Werte legten zu, 818 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1867 im Plus, 942 im Minus und 184 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 6/32 auf 98-22/32. Die Rendite stieg auf 1,773 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 16/32 auf 98-8/32 und rentierte mit 2,585 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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