Börse New York
Dow Jones reißt die nächste Hunderterhürde

Der Börsenhandel lief ohne viel Schwung. Das lag weniger an der schwierigen geopolitischen Lage – Russland und Nordkorea – als an den schon hohen Kursständen. Beim Dow reichte es dennoch für eine neue Bestmarke.
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New YorkMitten in der Bilanzsaison haben die Anleger an der Wall Street zu Wochenbeginn keine eindeutige Richtung gefunden. Der Dow-Jones-Index setzte am Montag seine Rekordfahrt fort, dagegen verzeichnete der technologielastige Nasdaq-Index Verluste. Am deutschen Aktienmarkt machten die Anleger zum Monatsende Kasse. Das Minus beim Dax summierte sich im Juli auf 1,7 Prozent.

Gestützt vom Schwergewicht Boeing schloss der Dow-Index 0,28 Prozent höher auf 21.891 Punkten. Papiere des Flugzeugbauers gewannen 0,5 Prozent, nachdem J.P.Morgan-Experten das Kursziel angehoben hatten. Der S&P-500-Index notierte kaum verändert bei 2470 Zähler. Der Nasdaq-Composite verlor 0,42 Prozent auf 6348 Punkte. Auf Monatssicht legte der Dow 2,5 Prozent, der S&P 1,9 Prozent und die Nasdaq 3,4 Prozent zu.

Bei einigen Technologieaktien habe es am Montag Zurückhaltung gegeben, sagte Randy Frederick, Vizepräsident des Handels- und Derivategeschäfts bei Charles Schwab im texanischen Austin. Die Werte waren zuletzt sehr gefragt.

Insgesamt haben US-Unternehmen nach Daten von Thomson Reuters zuletzt besser als erwartete Zahlen vorgelegt: Von den 500 im S&P gelisteten Firmen übertrafen 73 Prozent mit ihren Quartalsbilanzen die Analystenerwartungen. Das untermauere den Rekordlauf der US-Börsen, sagte ein Händler. Auch wenn es einige Enttäuschungen wie beispielsweise von Amazon, Exxon oder Starbucks gegeben habe. Amazon an der Nasdaq gehörte mit Abgaben von fast 3 Prozent zu den größten Verlierern. Erstmals seit zwei Wochen waren die Papiere des Online-Händlers wieder etwas weniger wert als 1000 Dollar. Die Papiere von Facebook und der Google-Mutter Alphabet sanken um 1,86 beziehungsweise 1,34 Prozent.

Der Dow dagegen wurde von den schwerer gewichteten Aktien des Bankhauses Goldman Sachs, des Mischkonzerns 3M, der Handelskette Home Depot und des Flugzeugbauers Boeing gestützt: sie gewannen zwischen einem halben und 1 Prozent. Auch Chevron legten um rund 1 Prozent zu: Den Aktien des Ölkonzerns kam zu Gute, dass ein Fass der US-Ölsorte WTI erstmals seit zwei Monaten wieder mehr als 50 Dollar kostete.

Der Starbucks-Kurs stabilisierte sich und notierte kaum verändert. Die Aktien der Kaffeehauskette waren am Freitag um über neun Prozent abgestürzt. Sprint-Aktien verloren drei Prozent.

Der US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications lehnt einen Kauf des US-Mobilfunkkonzerns ab. Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, Sprint-Eigner Softbank strebe eine Fusion von Sprint mit Charter an. Charter-Papiere stiegen um 5,8 Prozent. Die Aktien des Sprint-Rivalen T-Mobile US gaben 0,2 Prozent nach. Sprint wird immer wieder als potenzieller Partner für die Deutsche-Telekom-Tochter genannt.

Das Medienunternehmen Discovery Communications will den Wettbewerber Scripps Networks schlucken. Die Discovery-Papiere sackten daraufhin um mehr als 8 Prozent ab, während jene von Scripps um gut ein halbes Prozent zulegten. Entsprechende Spekulationen hatten den Kurs zuvor schon hochgetrieben. Mit letztlich 87,41 Dollar blieben sie unterhalb des Angebotspreises von 90 Dollar je Aktie.

Für die Aktien von Altria gingen die Turbulenzen vom Freitag ungebremst weiter: sie büßten nochmals fast 3 Prozent ein, nachdem sie bereits vor dem Wochenende davon erschüttert worden waren, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA über eine Begrenzung des Nikotingehalts in Zigaretten nachdenkt. Seit dem Bekanntwerden der Pläne haben sie nun schon fast 12 Prozent an Wert verloren.

Unter den Nebenwerten kamen Snap-Aktien mit rund 1 Prozent unter Druck, weil die beim Börsengang beschlossene Haltefrist für die zuvor schon engagierten Aktionäre endete. Börsianer befürchten, dass deshalb nun zusätzliche Papiere auf den Markt kommen werden. Das Unternehmen ist vor allem bekannt für seine Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

Der Eurokurs sprang im New Yorker Handel erstmals seit Januar 2015 wieder über die Marke von 1,18 Dollar. Zuletzt wurden 1,1834 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1727 (Freitag: 1,1729) US-Dollar festgesetzt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 1543 Werte legten zu, 1367 gaben nach und 153 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Milliarden Aktien 1318 im Plus, 1539 im Minus und 237 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 nach auf 100-24/32. Sie rentierten mit 2,290 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 4/32 auf 102-2/32 und hatten eine Rendite von 2,896 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die USA mit Herrn Trump führen, die lahmende EU kann eben nicht mit halten. Verluste sollte man
    als EU Bürger nicht, es droht eine schwere Depression.

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