Börse New York
Dow schließt auf 14-Monats-Hoch

Der Restrukturierungsplan aus Dubai sowie gute Konjunkturdaten aus den USA und China haben am Dienstag die Börsen in New York beflügelt. Vor allem Industrie- und Immobiliendaten verdeutlichen den US-Aufschwung. Die Dollar-Schwäche hilft den Rohstofftiteln, Sorgen über die Dubai-Krise treten deutlich in den Hintergrund.
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HB NEW YORK. "Die Anleger haben sich beruhigt und erkannt, dass von Dubai kein systemisches Risiko ausgeht", sagte John Brady von MF Global. Der schwache Dollar half zudem Rohstofftiteln auf die Sprünge.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,2 Prozent höher mit 10 471 Punkten aus dem Handel und schloss damit so hoch wie seit 14 Monaten nicht mehr. Im Verlauf pendelte er dabei zwischen 10 343 und 10 501 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte ebenfalls um 1,2 Prozent auf 1108 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,5 Prozent auf 2175 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 2,7 Prozent höher bei 5776 Punkten.

Vor allem die Immobiliendaten halfen dem Markt in New York. Der anstehende Verkauf bestehender US-Eigenheime stieg im Oktober überraschend stark auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Zugleich setzte die US-Industrie ihre Erholung auch im Oktober im abgeschwächten Tempo fort. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel zwar auf 53,6 von 55,7 Punkten im Vormonat. Ab Werten von 50 Punkten wird aber Wachstum signalisiert. Die Einkaufsmanagerindizes hatten zuvor bereits für die Industrie in China ein starkes Wachstum im abgelaufenen Monat signalisiert. Damit steigen die Chancen, dass die chinesische Wirtschaft auch im kommenden Jahr in Fahrt bleibt.

Die Anleger zeigten sich zudem beruhigt von den Nachrichten aus Dubai. Das Wüstenemirat will Schulden in Höhe von 26 Mrd. Dollar bei der staatseigenen Firma Dubai World restrukturieren. Damit stieg bei Investoren die Zuversicht, dass die Probleme Dubais gelöst werden können. Insgesamt ist Dubai World mit 59 Mrd. Dollar verschuldet. Dies hatte an den Märkten die Furcht vor einer zweiten Welle der Finanzkrise geschürt. Die Aktien des Büroartikelhändlers Staples legten 4,8 Prozent zu. Das Unternehmen hatte im abgelaufenen Quartal von Kosteneinsparungen profitiert und mehr Gewinn erwirtschaftet als erwartet.

Die Papiere des Versicherungsriesen AIG schossen sogar um 8,6 Prozent in die Höhe, nachdem der Konzern ein Abkommen mit der Notenbank Fed geschlossen hatte, womit die Schulden von AIG unter einem Rahmenkredit um mehr als die Hälfte auf 17 Mrd. Dollar reduziert werden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,13 Mrd. Aktien den Besitzer. 2429 Werte legten zu, 616 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Mrd. Aktien 1883 im Plus, 849 im Minus und 115 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 100-23/32. Sie rentierten mit 3,288 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 101-21/32 und hatten eine Rendite von 4,275 Prozent.

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