Börse New York
Fallender Ölpreis belastet US-Börsen

Die US-Anleger bangen um die Konjunktur. Der fallende Ölpreis wird von vielen als Hinweis auf eine Abwärtsspirale gesehen. Auch die anstehenden Kongresswahlen in der Nacht zum Mittwoch machen vielen Börsianern Sorgen.
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New YorkDer fallende Ölpreis hat die US-Börsen am Dienstag belastet. Insbesondere die Papiere von Energiekonzernen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Mit bangen Blicken schauten die Anleger zudem auf die Zwischenwahlen in den USA, bei denen die Zusammensetzung des Senats im Fokus steht. Da die Entscheidungen in einigen Bundesstaaten knapp ausfallen könnten, sei eine längere Hängepartie nicht auszuschließen, fürchten Börsianer.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.383 Punkten 0,1 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.278 und 17.397 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 2012 Zählern fast 0,3 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,33 Prozent und schloss bei 4623 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9166 Punkten und damit einem Minus von etwa 0,9 Prozent aus dem Handel gegangen.

Wegen einer neuen Runde im Preiskampf der Förderländer geriet der Ölmarkt unter Druck. Saudi-Arabien räumt nun auch US-Abnehmern Rabatte ein. Der Preis in den USA liegt inzwischen auf dem tiefsten Stand seit etwa drei Jahren. "Eine starke Nachfrage nach Öl zeigt, dass die Wirtschaft brummt", erklärte John Kosar von Asbury Research. Daher gebe der Preisverfall zu denken.

Zu den Verlierern in New York gehörte entsprechend Chevron mit einem Minus von 1,2 Prozent.

Kursgewinne verzeichnete dagegen Alibaba. Der Internet-Händler erfreute mit den ersten Kennzahlen seit seinem Mega-Börsengang die Anleger: Der Kurs stieg um 4,2 Prozent. Allerdings werden die Papiere weder an der Nasdaq gehandelt noch sind sie im Dow oder dem S&P 500 gelistet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 832 Millionen Aktien den Besitzer. 1231 Werte legten zu, 1837 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1149 im Plus, 1529 im Minus und 131 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen stand die Konjunktur im Fokus. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 1/32 auf 100-9/32. Sie rentierten mit 2,34 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 9/32 auf 101-15/32 und hatten eine Rendite von 3,05 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bisher war das so, sinkender Ölpreis steigender Wohlstand
    und umgekehrt. Sogar Shell hat gut verdient.

  • Hinzu kommt, daß - wie schon Greenspan und Bernanke offen bekannten - niemand weiß, welch mittel- bis langfristigen Folgen das gewagte Vorgehen der Fed betreffs QE und ZIRP haben wird - vor allem dann, wenn die Richtung gewechselt wird, was schließlich unabdingbar ist.

    Angesichts des somit jahrelangen Blindfluges an den Finanzmärkten mag den Teilnehmern zunehmend dämmern, daß niemand weiß, was morgen geschehen kann.
    Schon die nächsten Minuten könnten böse Überraschungen für all die kaum vorbereiteten Marktteilnehmer bereit halten.

    Jedenfalls ist gewiß, daß Änderungen dramatischer Art wahrscheinlicher werden.

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