Börse New York
Fed-Protokolle treibt die Kurse an der Wall Street an

Die Bilanzsaison steht vor der Tür. Erste positive Ergebnisse sorgten an der Wall Street für Gewinne. Auf Tageshöhe getrieben wurden die Kurse aber durch die Fed-Protokolle.
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New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch mit deutlichen Kurszuwächsen auf die ersten Quartalszahlen der neuen Bilanzsaison und die Protokolle der Zinssitzung der US-Notenbank reagiert. So konnte der Aluminiumhersteller Alcoa mit seinem Ergebnis Anleger und Analysten unter dem Strich überzeugen. Positiv aufgenommen wurde auch, dass die Fed-Protokolle Einigkeit in der öffentlichen Vermittlung der anhaltend lockeren Geldpolitik der Notenbank signalisierten. Die europäischen Börsen beendeten vorerst ihre Talfahrt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,11 Prozent höher bei 16.437 Punkten. Er pendelte dabei zwischen 16.256 und 16.438 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,09 Prozent auf 1872 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 1,72 Prozent auf 4183 Stellen zu. In Europa kehrten die Anleger angesichts der weiter schwelenden Ukraine-Krise nur zögernd an die Aktienmärkte zurück. Der Dax schloss 0,2 Prozent höher bei 9506 Punkten.

Nach Veröffentlichung der Fed-Protokolle weiteten die Indizes ihre Gewinne noch einmal deutlich aus. Die Einigkeit der Notenbanker in der Geldpolitik wurde als gutes Omen gewertet, dass die Zinsen wohl noch länger niedrig bleiben werden. "Man kann Hoffnung schöpfen, dass die Fed doch konjunkturstimulierender agiert als bislang gedacht - und auch länger als bislang angenommen", sagte Ökonom Steve Sosnick von Timber Hill/Interactive Brokers.

Bei den Einzelwerten legten Alcoa-Aktien um 3,7 Prozent zu. Der Konzern hatte am Vortag nach US-Börsenschluss Geschäftszahlen vorgelegt und damit die Bilanzsaison eröffnet. Alcoa musste wegen fallender Preise und Sanierungskosten zwar einen Verlust hinnehmen, doch das um Sonderbelastungen bereinigte Ergebnis fiel besser aus als erwartet.

Unter Druck standen indes Aktien von Intuitive Surgical , die um knapp sieben Prozent fielen. Der Hersteller von medizinischen Geräten enttäuschte mit seinem Quartalsumsatz.

Ebenfalls abwärts ging es mit den Anteilscheinen von General Motors. Sie gaben um 2,6 Prozent nach, nachdem die US-Verkehrssicherheitsbehörde ein Bußgeld gegen den Autobauer verhängt hatte. Weil dieser im Zusammenhang mit einer Rückruf-Aktion von 2,6 Millionen Fahrzeugen nicht fristgerecht alle Fragen beantwortet habe, muss er nun für jeden Tag Verspätung 7000 Dollar Strafe zahlen. Der Defekt hat zu mehreren Todesfällen geführt.

In den nächsten Tagen werden wieder Hunderte Großunternehmen Zahlen vorlegen. Prognosen sind diesmal besonders schwierig, weil nicht genau absehbar ist, wie sehr der ungewöhnlich strenge Winter die Geschäfte der einzelnen Branchen belastet hat. Viele Analysten waren zuletzt mit Blick auf die Gewinnzuwächse bei weitem nicht mehr so optimistisch wie noch im Januar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 2225 Werte legten zu, 798 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1942 im Plus, 660 im Minus und 138 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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