Börse New York
Finanztitel geben US-Börsen Aufwind

Dank starker Finanztitel haben die US-Börsen am Dienstag kräftig zugelegt. Allen voran die Bank of America dämpfte mit einem guten Quartalsergebnis die Sorgen vieler Anleger über den Zustand der Finanzbranche.
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New YorkDie guten Nachrichten linderten auch die Nervosität wegen der Konjunkturabkühlung in China und der zunehmenden Risiken für die Industrie in der europäischen Schuldenkrise. „Dass der Markt so in Schwung kommt, wenn erst einmal die Richtung klar ist, liegt an dem geringen Handelsvolumen“, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. „Wenn ein ernstzunehmender Käufer oder Verkäufer auf den Plan tritt, kommt Bewegung in den Markt und viele Anleger springen auf.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,6 Prozent bei 11.577 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 11.296 und 11.652 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1225 Punkten, ein Plus von zwei Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,6 Prozent und ging mit 2657 Punkten aus dem Handel.

In Frankfurt beendete der deutsche Leitindex Dax den Handelstag mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 5877 Punkten. Der KBW-Bankenindex verzeichnete ein Plus von 6,1 Prozent. Bank-of-America-Anteile wurden 10,1 Prozent teurer gehandelt. Das Geldhaus legte für die Sommermonate einen Nettogewinn von 6,2 Milliarden Dollar vor. Es profitierte dabei aber vor allem von Sondereffekten, die Einbußen in anderen Sparten ausglichen - etwa im Investmentbanking oder im Hypothekengeschäft.

Auch schwache Zahlen von Goldman Sachs konnten Anleger nicht abschrecken. Das Papier legte um 5,5 Prozent zu, obwohl die größte US-Investmentbank zum zweiten Mal überhaupt rote Zahlen schrieb. Goldman Sachs kündigte Kosteneinsparungen und Einschnitte bei Gehältern an. Auch die Anteilscheine der Citibank verteuerten sich um sieben Prozent.

Die Aktien von Morgan Stanley legten einen Tag vor der Quartalsbilanz um neun Prozent zu. Händler erklärten den Aufwind mit einer gewissen Erleichterung am Markt: „Auch wenn die Ergebnisse nach historischen Maßstäben sehr enttäuschend waren, waren sie doch nicht so schlecht wie die Pessimisten erwartet hatten“, sagte Peter Kenny von Knight Capital in New Jersey.

Dagegen schmierte der Kurs von IBM um 4,1 Prozent ab. Der weltgrößte IT-Dienstleister machte im vergangenen Quartal zwar viel Umsatz und Gewinn, konnte die Angst vor rückläufigen Technologie-Ausgaben aber nicht aus der Welt schaffen. Unter anderem kühlt sich Chinas Wirtschaftsboom immer stärker ab und droht damit auch die Weltwirtschaft zu bremsen.

Auch in Europa hinterlässt die Schuldenkrise immer tiefere Spuren in den großen Volkswirtschaften. Händler zeigten sich beunruhigt darüber, dass die Ratingagentur Moody's Frankreichs Spitzenbonität infrage stellte. Dies könnte den Kampf gegen die Schuldenkrise erschweren. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Milliarden Aktien den Besitzer. 2537 Werte legten zu, 487 gaben nach und 74 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1974 im Plus, 579 im Minus und 109 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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