Börse New York
Geldpolitik der Fed belastet US-Börsen

Die US-Wirtschaft wächst und mit ihr die Sorgen an den Aktienmärkten. Viele Anleger sichern ihre Gewinne, da sie ein vorzeitiges Ende der lockeren Geldpolitik der Fed befürchten. Die Wall Street gibt nach.
  • 4

New YorkSpekulationen auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik haben am Mittwoch an der Wall Street für Ernüchterung gesorgt. Anleger fürchten vermehrt, dass die US-Notenbank ihre Konjunkturhilfen früher als erwartet zurückfährt. "Es ist immer noch die Frage, wie stark wir ohne Stimulus wachsen können", sagte Adam Sarhan, Chef von Sarhan Capital. Angesichts dieser Zweifel kamen Aktien aus allen Branchen unter die Räder. "Auf diesem hohen Niveau ist den Händlern jeder Anlass für Gewinnmitnahmen recht", erklärte Jack De Gan von Harbor Acvisory. "Heute gibt es einen sehr guten Anlass."

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten ging mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 15.302 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,7 Prozent auf 1648 Zähler. Der Nasdaq notierte 0,6 Prozent schwächer bei 3467 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax 1,7 Prozent niedriger bei 8336,58 Zählern.

Auslöser der Talfahrt waren ermutigende Konjunkturdaten vom Dienstag: Der Index für das US-Verbrauchervertrauen war auf den höchsten Stand seit Februar 2008 gestiegen. Parallel dazu zogen die Hauspreise in den USA um knapp elf Prozent an - so stark wie seit fast sieben Jahren nicht mehr.

"Die zuletzt positiven Konjunkturdaten indizieren eine fortschreitende Erholung der US-Wirtschaft", kommentierte Marktbeobachter Gregor Kuhn von IG Markets. "Was normalerweise als Stütze dienen sollte, wirkt sich nun als Belastungsfaktor aus, da die Federal Reserve ihren Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes eben gerade mit besagter nachhaltiger Konjunkturerholung verknüpft hat." Derzeit kauft die Fed zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft Wertpapiere im Volumen von monatlich bis zu 85 Milliarden Dollar an. Viele Investoren fürchten, dass die Wirtschaft noch nicht auf eigenen Beinen stehen kann.

Zu den größten Verlierern im Dow-Index zählten Verizon mit einem Abschlag von 2,5 Prozent. Auch zahlreiche Versorger mussten Federn lassen. Die Apple -Aktie lag dagegen 0,8 Prozent im Plus. Apple-Chef Tim Cook kündigte auf einer Branchenkonferenz die Einführung neuer Geräte an, die Maßstäbe setzen sollen. Näheres wollte er aber wie gewohnt nicht preisgeben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,72 Milliarden Aktien den Besitzer. 601 Werte legten zu, 2443 gaben nach und 73 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 757 im Plus, 1724 im Minus und 90 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Geldpolitik der Fed belastet US-Börsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ersteres sollte stimmen.

  • Und man braucht nicht lange zu raten wessen Gelder mittlerweile als Spieleinsatz auf die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Wetttische von Goldman Sachs, Deutsche Bank und Co. gelegt wurde.

    Die mit Zentralbankgeldfluten erkaufte Insolvenzverschleppungen wurden gezielt genutzt, um die Risiken auf die Bürger zu verschieben und Europa als Spieleinsatz im Weltgrößten Casino zu verzocken.

    Und bald werden diese Risikoeinsätze einkassiert und dann der Allgemeinheit und insbesondere dem deutschen Bürger die Schuldrechnung dafür präsentiert.

  • In der Tat - es ist geplant dieses Jahr diese übermäßige Fiat-Money "Produktion" zu beenden.
    Ein weltweiter Dollarcrash wird ausgelöst, weil viele Dominosteine wackeln und nur darauf warten angestoßen zu werden.
    Dieser Crash ist GEPLANT und BEABSICHTIGT !
    Seid vorbereitet......

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%