Börse New York
Hoffen auf Griechenland-Einigung treibt Wall Street an

Eine mögliche Einigung im griechischen Schuldenstreit bringt gute Laune an die US-Börsen. Und auch Aussagen von Notenbank-Chefin Yellen sowie der Markt in China lassen Anleger aufatmen.
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New YorkDie Hoffnung auf eine Lösung in der Griechenland-Krise hat zum Wochenschluss auch die Kurse an der Wall Street angetrieben. Zudem stützten Aussagen von Notenbank-Chefin Janet Yellen den Markt, wonach die Zinswende in den USA wohl noch in diesem Jahr kommen wird. Aufatmen ließ darüber hinaus die weitere Stabilisierung des Aktienmarktes in China.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 1,2 Prozent auf 17.760 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls 1,2 Prozent auf 2076 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 1,5 Prozent vor auf 4997 Punkte. In Frankfurt war der Dax 2,9 Prozent fester mit 11.315 Stellen aus dem Handel gegangen.

Griechenland hat im Schuldenstreit Reformvorschläge eingereicht, die nun von den internationalen Geldgebern geprüft werden. Das Land bittet um neue Hilfen in Höhe von 53,5 Milliarden Euro. Ob es dazu kommt, dürfte sich am Wochenende entscheiden.

Fed-Chefin Yellen erklärte, es sei wohl angemessen, die Geldpolitik noch in diesem Jahr zu straffen. Viele Beobachter rechnen für September oder zum Jahresende mit der ersten US-Zinsanhebung seit 2008.

Bei den Einzelwerten stiegen die Aktien von GM und Ford je rund ein Prozent und Fiat Chrysler knapp vier Prozent. Die brasilianische Regierung will der Branche im Land durch Maßnahmen zur Stärkung des Exports unter die Arme zu greifen. Denkbar ist Analysten zufolge unter anderem der Zugang zu günstigeren Krediten. Brasilien gehört zu den fünf größten Automärkten der Welt und viele große Autobauer produzieren dort.

In den kommenden Tagen wird die Wall Street auch im Zeichen der Bilanzsaison stehen. In dieser Woche haben schon Branchengrößen wie Alcoa und PepsiCo Zahlen vorgelegt und dabei die Umsatzerwartungen übertroffen. Die Gewinne der US-Firmen dürften im abgelaufenen Quartal einer Reuters-Umfrage zufolge aber im Schnitt um rund drei Prozent gesunken sein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 2456 Werte legten zu, 623 gaben nach und 109 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 2188 im Plus, 595 im Minus und 140 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben nach. Die Zehnjährigen verringerten sich um 20/32 auf 97-17/32. Sie rentierten mit 2,407 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 10/32 auf 96-09/32 und hatten eine Rendite von 3,194 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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