Börse New York
Hoffnung auf Fortschritt im US-Budgetstreit beflügelt Dow

Gute Zahlen von General Electric haben den Dow am Freitag auf Rekordkurs gehalten. Hinzu kamen positive Wirtschaftsdaten aus China sowie die Bereitschaft der Republikaner, die US-Schuldengrenze für kurze Zeit zu erhöhen.
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New YorkHoffnungen auf Fortschritte im US-Haushaltsstreit und einige positive Unternehmenszahlen haben zum Wochenschluss die Wall Street beflügelt. Der Dow-Jones- und der S&P-500-Index kletterten jeweils auf den höchsten Stand seit fünf Jahren, nachdem die Republikaner im Repräsentantenhaus angekündigt hatten, einen Gesetzentwurf zur Erhöhung des Schuldenlimits in Betracht zu ziehen, so dass die weltgrößten Volkswirtschaft zumindest ein Vierteljahr länger ihre Schulden begleichen kann. Als Reaktion legten die Kurse in New York überwiegend zu. Zuvor war der Handel eher mau verlaufen. Auch aus China kamen ermutigende Signale: Die Wirtschaftsleistung zog Ende 2012 um 7,9 Prozent an. Erstmals seit zwei Jahren kam der Wachstumsmotor somit wieder auf Touren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte am Freitag 0,4 Prozent zu auf 13.649 Punkte. Im Tagesverlauf war er zwischenzeitlich bis auf 13571 Zähler gefallen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,3 Prozent auf 1485 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab leicht nach auf 3134 Stellen. Auf die Woche gesehen legten der Dow 1,2 Prozent, der S&P 0,9 Prozent und die Nasdaq 0,3 Prozent zu. Der Dax und EuroStoxx50 verabschiedeten sich jeweils etwa 0,4 Prozent schwächer bei 7702,23 beziehungsweise 2709,59 Punkten ins Wochenende. Damit lagen beide knapp unter dem Niveau vom vergangenen Freitag.

In New York herrschte lange Verunsicherung. Zur Nervosität hatten unter anderem Zahlen von Intel beigetragen, die vorübergehend einen guten Bericht der Investmentbank Morgan Stanley in den Schatten stellten. Intel schüre nicht nur Sorgen um die Firma an sich, sondern um den ganzen PC-Sektor, sagte Chef-Investmentstratege Tim Ghriskey von Solaris Group. Das belaste den Markt. Anleger verabschiedeten sich in großem Stil von Aktien des US-Chipkonzerns. Das Papier verlor 6,3 Prozent an Wert.

Bei den Anteilsscheinen der US-Großbank Morgan Stanley griffen die Investoren dagegen zu, sie stiegen fast acht Prozent. In den USA ermöglichte ein starkes Wertpapiergeschäft dem Geldhaus die Rückkehr in die Gewinnzone. Mit Käufen reagierten Anleger auch auf den Gewinn-Schub bei General Electric (GE). Die Papiere des Siemens-Konkurrenten zogen um fast 3,5 Prozent an.

Die Papiere von dem Blackberry-Hersteller Research In Motion profitierten von einem positiven Analystenkommentar. Sie verteuerten sich um über sechs Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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