Börse New York
Jobdaten schieben Wall Street an

US-Firmen schufen im Juni so viele Stellen wie seit Ende 2012 nicht mehr. Diese Zahlen schüren Spekulationen, dass die Notenbank ihre Geldpolitik schneller straffen wird. Bei den Einzelwerten verliert T-Mobile US.
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New YorkÜberraschend starke US-Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am Mittwoch zu einem kleinen Plus verholfen. Die US-Firmen schufen im Juni so viele Stellen wie seit Ende 2012 nicht mehr. Die Zahl stieg dem privaten Arbeitsvermittler ADP zufolge um 281.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 200.000 Stellen gerechnet. "Der deutlich über den Erwartungen liegende Bericht ist positiv einzustufen und unterstreicht die fortschreitende Erholung des US-Arbeitsmarktes", sagte Helaba-Analyst Johannes Jander. Am Donnerstag steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht an.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.976 Punkten um 0,1 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.949 und 16.986 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 1974 Zählern um ebenfalls 0,1 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq schloss so gut wie unverändert bei 4457 Punkten.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien von T-Mobile US um knapp zwei Prozent nach. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat die Telekom-Tochter wegen des Verdachts auf Kundenbetrug vor einem Bundesgericht verklagt. Die Klage könnte T-Mobile US deutlich schaden, urteilte Equinet-Analyst Adrian Pehl. Zudem könnten die Anschuldigungen den sich anbahnenden Deal mit Sprint gefährden. Das amerikanische Mobilfunkunternehmen will die Telekom-Tochter übernehmen, um den Platzhirschen AT&T und Verizon Paroli zu bieten.

Gefragt waren die Aktien von Tyson Foods mit einem Kursaufschlag von 2,9 Prozent. Der Fleischverarbeiter kauft für 8,55 Milliarden Dollar den Fertiggerichtproduzenten Hillshire Brands.

Aktien von JPMorgan Chase gingen um ein Prozent nach unten. Der Chef der größten US-Bank, Jamie Dimon, ist an Kehlkopfkrebs erkrankt. Anleger reagierten nervös. "Einer der Hauptgründe, warum ich hier Aktionär bin, ist Jamie Dimon", sagte Michael Holland vom gleichnamigen Vermögensverwalter. "Was die Zahlen und seine Erfolgsbilanz angeht, ist er in der Finanzbranche einer der besten Vorstandschefs unserer Generation."

An der New York Stock Exchange wechselten rund 595 Millionen Aktien den Besitzer. 1120 Werte legten zu, 1930 gaben nach, und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 1181 im Plus, 1475 im Minus und 139 unverändert.

Auch die US-Staatsanleihen reagierten hauptsächlich auf die Arbeitsmarktdaten. Dies sei die wichtigste Kennzahl des Tages, erklärte Robert Tipp von Prudential Fixed Income. Die zehnjährigen Papiere fielen um 16/32 auf 98-29/32. Sie rentierten mit 2,62 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 3/32 auf 98-13/32 und hatten eine Rendite von 3,46 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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