Börse New York
Kaum Bewegung an der Wall Street

Die US-Anleger zeigen sich zum Start der neuen Handelswoche abwartend. Die Märkte richten ihren Blick auf die erwartete Zinserhöhung der US-Notenbank Fed. Unklar ist, ob sich die Konjunktur so entwickelt wie erwartet.
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New YorkAn der Wall Street haben sich die Anleger zu Wochenbeginn in Erwartung der Zinsentscheidung am Mittwoch zurückgehalten. Es wird zwar weithin damit gerechnet, dass die US-Notenbank (Fed) den Leitzins anheben wird. Mit Spannung warten die Märkte aber, ob Fed-Chefin Janet Yellen wegen der anziehenden Konjunktur eine aggressivere Geldpolitik signalisieren wird. „Ich denke, alle Augen richten sich darauf, was die Fed macht und - noch wichtiger - was sie in ihrer Stellungnahme sagen wird“, sagte Brant Houston, Geschäftsführer des Vermögensverwalters CIBC Atlantic Trust Private Wealth Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent tiefer aus dem New Yorker Handel mit 20.881 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte wenig verändert mit 2373 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,2 Prozent auf knapp 5876 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax bei geringen Umsätzen ebenfalls 0,2 Prozent im Plus bei 11.990 Punkten.

Am US-Markt standen vor allem Pharmawerte unter Druck. Aktien der Gesundheitsbranche verbilligten sich im Schnitt um 0,2 Prozent. Es gebe eine Menge Unsicherheit in dem Sektor, erläuterte Houston. US-Präsident Donald Trump will die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama zurücknehmen. Trumps Pläne sind aber auch unter den regierenden Republikanern umstritten.

Die Aktie des israelischen Kamera-Spezialisten Mobileye schoss 28,2 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen wird für rund 15 Milliarden Dollar vom Chip-Giganten Intel gekauft. Die Intel-Aktie rutschte 2,1 Prozent ab. Intel will mit der Übernahme seine Position in der Zukunftstechnologie des autonomen Fahrens stärken. 2,8 Prozent im Plus notierten die Titel des Halbleiterproduzenten Nvidia, der ebenfalls an der Entwicklung einer solchen Technologie arbeitet.

An der New Yorker Börse wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1772 Werte legten zu, 1152 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1771 im Plus, 1053 im Minus und 242 unverändert.

Auch an den US-Kreditmärkten spiegelte sich die Erwartung einer bevorstehenden Zinsanhebung wider: So verloren die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 96-26/32. Sie rentierten mit 2,62 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 20/32 auf 96-3/32 und hatten eine Rendite von 3,2 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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