Börse New York
Kursabschläge bei Pharmawerten ziehen US-Börsen ins Minus

Die US-Börsen zeigten sich am Tag nach der Zinsentscheidung ohne viel Elan. Der Dow Jones gab wegen Gewinnmitnahmen und Kursverlusten bei Pharma-Aktien leicht nach. Tesla dagegen zapft den Finanzmarkt an.
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New YorkBelastet von Gewinnmitnahmen und Kursverlusten bei Pharma-Aktien haben die US-Börsen am Donnerstag leicht nachgegeben. Vor allem Anteilsscheine von Gesundheitswerten kamen nach Veröffentlichung der Haushaltspläne von US-Präsident Donald Trump unter die Räder. Auf die Branche kommen zum einen höhere Kosten in Milliardenhöhe durch eine neue Regulierung zu. Zum anderen sollen nach dem Etatvorhaben Ausgaben für die medizinische Forschung deutlich gesenkt werden. Der Branchenindex ließ 1,1 Prozent Federn. Zudem hätten jüngste Gewinne mitgenommen, sagten Marktteilnehmer.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 20.934 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2381 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 5900 Punkten auf der Stelle.

Günstige Zinssignale von der US-Notenbank Federal Reserve hatten die Wall Street zum Handelsbeginn zunächst nach oben getrieben. Börsianer zeigten sich erleichtert, dass eine Beschleunigung der geldpolitischen Straffung derzeit kein Thema ist: "Eine weniger aggressive Fed war ganz klar die Botschaft, die die Märkte hören wollten und auf die sie entsprechend reagierten", erläuterte Marktökonom Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial. Die Notenbanker hatten am Mittwoch erwartungsgemäß den Leitzins angehoben und zwei weitere Schritte in diesem Jahr signalisiert. Zuvor war spekuliert worden, dass es drei zusätzliche Erhöhungen geben könnte.

Unter den Einzelwerten in New York standen Tesla im Rampenlicht, die um 2,5 Prozent anzogen. Der Elektroautobauer will sich rund 1,2 Milliarden Dollar am Finanzmarkt besorgen, um seinen Einstieg in die Massenfertigung zu finanzieren.

Oracle-Papiere schossen sogar um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Der Software-Riese und SAP-Rivale übertraf dank eines starken Cloud-Geschäfts mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen.

Die Anteilsscheine des Biotech-Konzerns Biogen brachen um knapp fünf Prozent ein, nachdem zwei Broker die Aktie herabgestuft hatten.

Die Schlappe für die Rechtspopulisten in den Niederlanden zum Auftakt des Superwahljahres in Europa machte Anlegern in Frankfurt Mut. Auch die Aussicht auf nicht ganz so schnell steigende US-Zinsen hellte die Stimmung an den Börsen auf. Der Dax schloss 0,6 Prozent im Plus bei 12.083 Punkten. Damit nähert er sich weiter dem Allzeithoch von 12.390 Zählern aus dem April 2015. Der EuroStoxx50 stieg um 0,9 Prozent auf 3439 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1658 Werte legten zu, 1290 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1684 im Plus, 1130 im Minus und 230 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 8/32 auf 97-17/32. Die Rendite stieg auf 2,5330 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 23/32 auf 97-9/32 und rentierte mit 3,1407 Prozent. Händler sagten, dass die Kreditmärkte überkauft gewesen seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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