Börse New York
Leichtes Minus an der Wall Street

Die Anleger an der Wall Street sind am Montag nach der jüngsten Kursrally vorsichtiger geworden. Börsianer sind nervös, auch wegen der US-Präsidentenwahl. Im Mittelpunkt standen Tesla-Aktien.

New YorkAn der Wall Street haben sich die Anleger zum Wochenstart zurückgehalten. Nach der jüngsten Kurserholung wagten sie sich am Montag kaum aus der Deckung. "Es ist ziemlich ruhig an den Märkten heute", sagte Anlagestratege Michael Baughen von JP Morgan Private Bank. Mangels klarer Handelsimpulse seien auch für die kommenden Tage keine deutlichen Ausschläge zu erwarten. Dies werde sich voraussichtlich erst ändern, wenn die neuen Quartalsberichte der Firmen vorgelegt werden.

Die von der US-Notenbank Fed signalisierte Zurückhaltung bei möglichen Zinserhöhungen sowie gute Konjunkturdaten hatten zuletzt für Unterstützung gesorgt. Nun könnten aber die Geschäftsentwicklungen der Unternehmen wieder stärker in den Fokus rücken, sagte ein Börsianer. Es brauche vermutlich Rückenwind von dieser Seite für weitere, deutlichere Kursgewinne.

Bei Enttäuschungen könnte der Aktienmarkt unter Druck geraten, zumal der Volatilitätsindex Vix mittlerweile eine gewisse Selbstzufriedenheit der Investoren spiegele. Der Vix, der auch als „Angstbarometer“ bezeichnet wird, war jüngst deutlich gefallen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 17.737 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 2066 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,5 Prozent auf 4892 Stellen. In Frankfurt ging der Dax dagegen mit 9822 Punkten 0,3 Prozent höher aus dem Handel.

An der Wall Street standen erneut Tesla -Aktien im Blick, die wie bereits am Freitag wegen rasanter Nachfrage nach einem neuen Modell deutlich anzogen. Der Tesla-Kurs stieg zum Wochenstart weitere vier Prozent. Der Elektroautohersteller hat für sein "Model 3" nach eigenen Angaben binnen eineinhalb Tagen Vorbestellungen im Volumen von mehr als zehn Milliarden Dollar erhalten.

Fusion in der Luftfahrt sorgt für Bewegung

Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgte eine Fusion in der Luftfahrtbranche. Für 2,6 Milliarden Dollar übernimmt Alaska Air den Konkurrenten Virgin America und steigt so zur fünftgrößten US-Fluggesellschaft auf. Die Aktien von Virgin America schossen fast 42 Prozent in die Höhe, die von Alaska Air sackten dagegen 3,8 Prozent ab.

Zu den Kursgewinnern zählten insbesondere Aktien aus der Gesundheitsbranche, die im Schnitt ein Prozent zulegten. Die Titel des Medizingeräteherstellers Edward Lifesciences sprangen knapp 17 Prozent nach oben. Hintergrund war eine für das Unternehmen vorteilhafte Studie, die einige Brokerhäuser zu einer Hochstufung der Aktien veranlasste.

Unter den größten Verlierern im Dow Jones Industrial waren die Aktien des Industriekonzerns General Electric (GE). Sie fielen nach einem verhaltenen Kommentar der Experten des Analysehauses Bernstein Research um mehr als 2 Prozent. Für die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers Apple ging es hingegen um rund 1 Prozent nach oben. Hier lieferten positive Aussagen eines Experten der schweizerischen Bank Credit Suisse Rückenwind.

Euro knapp unter 1,14 Dollar

Der Kurs des Euro hielt sich zuletzt mit 1,1396 US-Dollar knapp unter der Marke von 1,14 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1380 (Freitag: 1,1432) Dollar festgesetzt. An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 803 Werte legten zu, 2231 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,69 Milliarden Aktien 1133 im Plus, 1684 im Minus und 149 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten leicht zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 98-22/32. Die Rendite sank auf 1,7705 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 10/32 auf 97-27/32 und rentierte mit 2,6035 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Spekulationen, dass die US-Notenbank langsamer als erwartet an der Zinsschraube drehen könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%