Börse New York
Rätselraten um Fed-Politik drückt die US-Börsen

Zweifel an der Fed-Geldspritze treiben die US-Börsen ins Minus. Medien hatten berichtet, dass das Konjunkturprogramm geringer ausfällt als erwartet. Der Dow fiel früh und konnte sich auch zum Mittagshandel nicht erholen. Besonders Technologieaktien standen im Fokus der Anleger.
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HB NEW YORK. Die Unsicherheit der Börsianer über die weitere Geldpolitik der US-Notenbank hat am Mittwoch die Aktienkurse in New York unter Druck gesetzt. Vor der erwarteten Entscheidung über eine weitere Geldspritze der Fed kamen Zweifel auf, ob die bisherigen Erwartungen realistisch waren. Neue Konjunkturdaten waren gemischt: Zwar wurden im September mehr neue Eigenheime verkauft als erwartet, und auch der US-Auftragseingang für langlebige Güter stieg stärker als erwartet. Es gab aber weniger Aufträge, wenn man die die Ausrüstung für das Transportwesen herausrechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,4 Prozent auf 11 126 Zähler nach. Das Marktbarometer bewegte sich zwischen 11 020 und 11 168 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,3 Prozent auf 1182 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg leicht um 0,2 Prozent auf 2503 Punkte. In Frankfurt hatte der Dax 0,7 Prozent im Minus bei 6568 Punkten geschlossen.

Investoren hatten zuletzt auf eine erwartete Geldspritze der Fed gehofft und damit die Kurse nach oben getrieben. Nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ will die Fed aber nur Anleihen im Wert von einigen Hundert Mrd. Dollar verteilt über mehrere Monate kaufen. Analysten hatten mehr erwartet. Als Reaktion auf die neuen Zweifel stieg der Dollar. Rohstoffpreise gaben dagegen nach.

Die Aktie des US-Mobilfunkanbieters Sprint Nextel fiel um knapp zehn Prozent. Das Unternehmen hatte seinen Quartalsverlust ausgeweitet. Zu den Gewinnern zählte dagegen die Aktie des weltgrößten Konsumgüterhersteller Procter & Gamble. Das Unternehmen ist dank einer Reihe neuer Produkte überraschend gut in sein Geschäftsjahr gestartet. Die Aktie kletterte 0,4 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,02 Mrd. Aktien den Besitzer. 1026 Werte legten zu, 1924 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Mrd. Aktien 994 im Plus, 1626 im Minus und 113 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 21/32 auf 99-05/32. Sie rentierten mit 2,723 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 31/32 auf 96-28/32 und hatten eine Rendite von 4,057 Prozent.

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