Börse New York
Schlechter Ausblick belastet die US-Märkte

Die US-Notenbank Fed belässt es bei ihrer ultra-lockeren Geldpolitik. Allerdings sei die angesichts des schwächelnden Wirtschaftswachstums auch angebracht. Die Märkte reagierten mit Abschlägen auf den Ausblick.
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New YorkEin enttäuschender Ausblick der US-Notenbank hat die Wall Street am Mittwoch ins Minus gedrückt. Nach der Beinahe-Pleite der USA im Sog des Haushaltsstreits zögert die amerikanische Notenbank den Ausstieg aus der Ära des billigen Geldes hinaus.

Die Federal Reserve will weiter monatlich 85 Milliarden Dollar ins Finanzsystem pumpen, bis sich der Jobmarkt erholt. Die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke blicken zudem mit wenig Zuversicht auf die Wirtschaft: Die Arbeitslosenquote sei noch immer zu hoch und die Erholung am Häusermarkt habe an Schwung eingebüßt, warnte die Fed.

Auch die Nachwehen des erbittert geführten und gerade erst vertagten Etatstreits bereiten ihr Kopfzerbrechen: "Die Haushaltspolitik dämpft das Wachstum."

Neue Zahlen vom kriselnden Arbeitsmarkt fielen zudem unerwartet schwach aus. Laut der Statistik des Dienstleisters ADP wurden im Oktober weniger Stellen im privaten Sektor neu geschaffen als von Analysten prognostiziert. Außerdem wurden die Daten des Vormonats nach unten revidiert. "Der US-Arbeitsmarkt hat an Dampf nachgelassen, bricht aber nicht ein", erklärte Analyst Mark Zandi von Moody's.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 15.618 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,5 Prozent auf 1763 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank knapp 0,6 Prozent auf 3930 Stellen. In Frankfurt ging der deutsche Leitindex 0,1 Prozent niedriger bei 9010 Zählern aus dem Handel, nachdem er im frühen Geschäft noch bis auf 9070,17 Punkte und damit auf ein neuerliches Rekordhoch geklettert war.

GM-Aktien stiegen gegen den allgemeinen Markttrend um 3,2 Prozent. Nach Ford macht auch die Opel-Mutter Fortschritte im krisengeplagten Europa-Geschäft. Der operative Verlust ging dort im Quartal um mehr als die Hälfte auf 214 Millionen Dollar zurück. Fortschritte gab es zudem auf dem brummenden Markt in Nordamerika. Der Gewinn ohne Sonderposten im Konzern übertraf die Analystenerwartungen.

Aktien des Internet-Konzerns Yelp sackten um 2,6 Prozent ab. Der Bewertungs- und Empfehlungsdienst, bei dem über eine App Informationen wie Restaurant-Öffnungszeiten in Verbindung mit dem Standort des Handy- oder Tablet-Nutzers kombiniert sind, hat seinen Verlust im Quartal ausgeweitet.

LinkedIn -Papiere brachen über neun Prozent ein. Das Karriere-Netzwerk hatte einen Umsatzausblick vor den restlichen Jahresverlauf vorgelegt, der Anleger enttäuschte.

Gut zwei Prozent tiefer notierten Aktien von Blackberry . Der Smartphone-Pionier hat sich einem Medienbericht zufolge dem weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook zum Verkauf angeboten. BlackBerry hat schon das Interesse mehrerer Konzerne und Anteilseigner auf sich gezogen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 864 Werte legten zu, 2135 gaben nach und 93 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 677 im Plus, 1883 im Minus und 90 unverändert..

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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