Börse New York
Schwache Konjunkturdaten stoppen Rekordkurs an US-Börsen

Die US-Börsen treten vor dem Wochenende auf die Bremse. Nachdem gestern alle drei Leitindizes neue Rekordstände markiert hatten, fehlte heute die Kraft für einen weiteren Einstieg. Konjunkturdaten fielen schwach aus.

Schwache US-Konjunkturdaten haben den US-Börsen am Freitag leichte Verluste eingebracht. Einen Tag nach den Rekorden aller drei wichtigen Indizes sei es Zeit für eine Verschnaufpause, sagten Marktteilnehmer. Auf die Stimmung der Anleger schlugen vor allem überraschend stagnierende Einzelhandelsumsätze im Juli.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,20 Prozent auf 18.576 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,08 Prozent auf 2184 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,08 Prozent auf 5233 Punkte. Am Donnerstag hatten die drei wichtigsten Indizes - erstmals seit 1999 - allesamt auf Rekordniveau geschlossen. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent niedriger bei 10.713,43 Punkten und damit rund dreißig Punkte unter seinem am Vortag erreichten Jahreshoch.

Die Kauflaune der US-Verbraucher stagnierte im Juli überraschend. Die Umsätze der US-Einzelhändler lagen auf dem Vormonatsniveau, statt wie von Ökonomen erwartet um 0,4 Prozent zu wachsen. Allerdings wurde der Juni-Wert leicht auf plus 0,8 Prozent nach oben revidiert. Die verhaltenen Konjunkturdaten machen aber eine rasche Anhebung der Zinsen durch die US-Notenbank Fed in näherer Zukunft eher unwahrscheinlich. "Auch wenn ich die Konjunkturdaten nicht überbewerten würde, so unterstreichen sie doch, dass die Fed nicht aggressiv bei der weiteren Anhebung der Zinsen vorgehen muss", sagte UBS-Anlagenstratege David Lefkowitz.

Steigende Ölpreise gaben Exxon Mobil Auftrieb. Mit einem Plus von 1,3 Prozent waren die Papiere des Ölriesen Tagessieger im Dow Jones. Auch Aktien des Einzelhändlers J.C. Penney konnten um rund sechs Prozent zulegen, nachdem der Quartalsverlust geringer als von Experten erwartet ausfiel.

Größte Verlierer waren dagegen die US-Chemiekonzerne DuPont und Dow Chemical. Dupont-Aktien gaben um 1,9 Prozent nach, Dow-Chemical-Papiere verloren sogar um 2,4 Prozent, nachdem die EU-Wettbewerbshüter angekündigt hatten, ihre Prüfung der geplanten 130-Milliarden-Dollar-Fusion der Konzerne zu vertiefen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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