Börse New York
Steigender Ölpreis schiebt die Kurse an

Der Ölpreis zog zum Wochenende etwas an und trieb die Aktienkurse der amerikanischen Ölkonzerne in die Höhe. In den USA zog der Eigenheim-Absatz unerwartet an. Blackberry steht nach den Quartalszahlen unter Druck.
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New YorkDie US-Börsen haben zum Wochenschluss überwiegend fester tendiert. Der Ölpreis, der in den vergangenen Tagen teils kräftig gefallen war, stieg am Freitag wieder etwas und trieb damit die Aktienkurse von Ölkonzernen wie ExxonMobil oder Chevron in die Höhe. Auch unerwartet starke Konjunkturdaten trugen zu steigenden Kursen bei. So zog der Eigenheim-Absatz in den USA im Mai um 2,9 Prozent auf eine Jahresrate von 610.000 Einheiten an. Ökonomen hatten mit nur 597.000 gerechnet. Zudem wurde die April-Zahl von 569.000 auf 593.000 nach oben revidiert.

Der Dow Jones schloss bei 21.394 Punkten und damit 0,01 Prozent tiefer als am Donnerstag. Der S&P 500 stieg indes um 0,15 Prozent auf 2438 Zähler. Der Nasdaq-Index kletterte um 0,46 Prozent auf 6265 Stellen. Für die abgelaufene Woche ergibt sich damit beim Dow ein Plus von 0,05 Prozent, für den S&P von 0,2 und für die Nasdaq von 1,85 Prozent.

In Frankfurt schloss der Dax um 0,5 Prozent tiefer mit 12.733 Punkten. Auch der EuroStoxx50 gab ein halbes Prozent auf 3543 Punkte nach.

Öl der Nordee-Sorte Brent und US-Öl kostete am Freitag mit 45,65 beziehungsweise 43,10 Dollar jeweils rund 0,9 Prozent mehr als am Vortag. Exxon-Aktien stiegen in der Folge um 0,7 Prozent, Chevron um 0,5 Prozent. Gleichwohl ist Öl auf bestem Weg, sich im ersten Halbjahr so stark hat zu verbilligen wie seit annähernd 20 Jahren nicht mehr. Der S&P-Energie-Index hat 2017 um rund 15 Prozent nachgegeben. Hauptgrund ist, dass das Ölangebot auf dem Weltmarkt nach wie vor höher als die Nachfrage ist.

Bei den Einzelwerten standen Bankaktien im Mittelpunkt. Die wichtigsten Institute hatten den diesjährigen Belastungstest der Fed bestanden. Im frühen Geschäft legten Papiere etwa von JPMorgan Chase und der Bank of America zu, im Verlauf drehten die Titel aber ins Minus.

Um zwölf Prozent abwärts ging es für Blackberry. Dem früheren Smartphone-Hersteller bricht trotz des Schwenks auf Software und Dienstleistungen der Umsatz weg.

Der Dollar stand zum Wochenschluss unter Druck. Der Euro gewann zum Greenback rund 0,4 Prozent auf 1,1195 Dollar. Hintergrund sind Zweifel, ob die US-Notenbank angesichts sich abschwächender Inflationsraten die Zinsen in diesem Jahr tatsächlich noch einmal anheben wird.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,08 Milliarden Aktien den Besitzer. 1974 Werte legten zu, 923 gaben nach und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,49 Milliarden Aktien 1873 im Plus, 1015 im Minus und 177 unverändert.

US-Staatsanleihen notierten nahezu unverändert. Die zehnjährigen Bonds verbesserten sich um 1/32 auf 102-01/32. Sie rentierten mit 2,146 Prozent. Die 30-Jährigen verharrten bei 105-25/32 und hatten eine Rendite von 2,716 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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