Börse New York
Trump treibt Wall Street auf Rekordhoch

Der Optimismus ist zurück: Die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump schüren an der Wall Street auch am Freitag die Hoffnung auf einen globalen Boom. Unter Druck geriet der Kurznachrichtendienst Twitter.
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New YorkDie Hoffnung auf eine baldige US-Unternehmenssteuerreform hat die Wall Street am Freitag beflügelt. Präsident Donald Trump hat angekündigt, binnen Wochen eine wichtige Erklärung zur Steuerpolitik abzugeben. Das ließ Spekulationen auf einen weltweiten Wirtschaftsboom wieder aufflammen – auch wenn Trump keine Details nannte. Dass der Präsident bei den Steuern schnell zur Sache kommen wolle, bewege die Investoren, sagte Uriel Cohen von Alpine Global in New York.

Der Dow beendete den Tag 0,48 Prozent höher bei 20 269,37 Punkten und legte damit im Wochenverlauf um rund 1 Prozent zu. Der marktbreite S&P 500 rückte am Freitag um 0,36 Prozent auf 2316,10 Punkte vor, der Nasdaq 100 gewann 0,28 Prozent auf 5226,69 Punkte.. Alle drei Indizes markierten am Freitag Höchststände. Sie haben seit Trumps Wahl im November in Erwartung eines staatlichen Konjunkturprogramms kräftig zugelegt. Auch am deutschen Aktienmarkt war es zum Wochenschluss bergauf gegangen. Der Dax schloss 0,2 Prozent fester bei 11.666 Punkten.

Präsidialamtssprecher Sean Spicer sagte, Trumps Pläne zur Steuerreform würden umfassend sein. Sie solle den Unternehmen Anregungen zur Schaffung neuer Stellen geben und das Wachstum der US-Wirtschaft ankurbeln.

Wenig Beachtung fanden an der Börse unerwartet schwache Konjunkturdaten. Die Kauflaune der US-Konsumenten trübte sich wenige Wochen nach Trumps Amtsantritt stärker ein als erwartet. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sank im Februar auf 95,7 Punkte nach 98,5 Zählern im Vormonat. Ökonomen hatten lediglich mit einen Rückgang auf 97,9 gerechnet.

Unter Druck standen Aktien von Twitter, die nach dem Kurseinbruch von zwölf Prozent vom Vortag weitere fünf Prozent nachgaben. Mehrere Broker-Häuser stuften die Papiere zurück. Der Kurznachrichtendienst hatte für das abgelaufene Quartal enttäuschende Umsatzzahlen vorgelegt. Gefragt waren hingegen Papiere von Sears, die rund 30 Prozent zulegten. Der angeschlagene Einzelhändler kündigte an, seine Schulden und Rentenverpflichtungen in diesem Jahr um mindestens 1,5 Milliarden Dollar abzubauen.

Activision Blizzard verteuerten sich um 17 Prozent. Der Videospiele-Hersteller legte besser als erwartete Quartalsumsatzzahlen vor und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von einer Milliarde Dollar an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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